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Korschenbroich: Fluglärmgegner wollen mehr Präsenz in der Öffentlichkeit zeigen

Korschenbroich : Fluglärmgegner wollen mehr Präsenz in der Öffentlichkeit zeigen

Auch wenn "nach allgemeinem Empfinden die Lärmsituation besser geworden ist", sieht sich die Interessengemeinschaft Herrenshoff keineswegs als beschäftigungslos an. Bei der Jahreshauptversammlung der Bürgerinitiative ließ deren alter und neuer Vorsitzender Gerhard Salzmann jetzt keinen Zweifel daran, dass ihre Forderungen für den Verkehrslandeplatz Mönchengladbach nach wie vor aktuell sind: Für Standflüge müsse es eine Lärmschutzhalle geben und bei Dunkelheit sollten Sichtflüge verboten sein, betonte Salzmann bei dem Treffen. Hinzu komme, dass die 19-Uhr-Frist eingehalten werden müsse und Schulflüge an Sonn- und Feiertagen sowie samstags nach 13 Uhr untersagt würden. Bis der Forderungskatalog erfüllt ist, dürfte indes noch einige Zeit vergehen.

Hubertus Goltsch, stellvertretender Vorsitzender der Interessengemeinschaft, informierte die Mitglieder darüber, dass in der konstituierenden Sitzung des Lärmschutzbeirats "nichts von dem angesprochen worden ist, was wir fordern." Das Gremium tritt an die Stelle der von der Bezirksregierung 2011 aufgelösten Fluglärmkommission für den Verkehrslandeplatz. Die Stadt Korschenbroich fungiert inzwischen als Geschäftsstelle des Beirats, der zweimal jährlich "und bei Bedarf" tagen soll, wie Goltsch mitteilte.

Nach längerer Diskussion entschieden sich die Mitglieder mit deutlicher Mehrheit dafür, auch künftig Beiträge zu erheben. "Einen Euro im Monat kann sich jeder leisten", zeigte sich Werner Schmitz überzeugt. Erhöht werden soll der zwölf Euro betragende Jahresbeitrag 2013 aber nicht.

Schmitz sprach sich nachdrücklich dafür aus, dass die Interessengemeinschaft sich "mehr nach außen hin artikulieren" sollte. Derzeit zeige sie nur "eine geringe öffentliche Präsenz", was insbesondere jüngere Menschen abhalte, sich in der Bürgerinitiative zu engagieren. In den kommenden Wochen und Monaten will sich die Interessengemeinschaft folglich auch Gedanken darüber machen, wie sie sich der Öffentlichkeit wieder nachhaltiger ins Gedächtnis rufen kann.

(S.M.)