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Sommerfest des Löschzugs Gierath: Florianer sein bedeutet mehr als "nur" löschen

Sommerfest des Löschzugs Gierath : Florianer sein bedeutet mehr als "nur" löschen

"Wir können nie genug Mitglieder haben," erklärte Michael Schröder, Löschzugführer des Löschzuges Gierath der Feuerwehr Jüchen. Nachwuchssorgen hat diese Abteilung der Florianer zwar nicht, immerhin zählt sie 28 Aktive, doch Interessierte sind immer willkommen. Diese konnten sich am Samstag beim Sommerfest des Löschzuges Einblick in die Arbeit der Feuerwehr verschaffen. Beim Sommerfest des Gierather Löschzugs erklärte Helge Fockenrath (r.), Leiter der Jugendfeuerwehr, Interessierten die nötigen Geräte. NGZ-Foto: H. Jazyk

"Wir können nie genug Mitglieder haben," erklärte Michael Schröder, Löschzugführer des Löschzuges Gierath der Feuerwehr Jüchen. Nachwuchssorgen hat diese Abteilung der Florianer zwar nicht, immerhin zählt sie 28 Aktive, doch Interessierte sind immer willkommen. Diese konnten sich am Samstag beim Sommerfest des Löschzuges Einblick in die Arbeit der Feuerwehr verschaffen. Beim Sommerfest des Gierather Löschzugs erklärte Helge Fockenrath (r.), Leiter der Jugendfeuerwehr, Interessierten die nötigen Geräte. NGZ-Foto: H. Jazyk

Wie wichtig die Arbeit der freiwilligen Feuerwehr ist, verdeutlichte Brandoberinspektor Michael Schröder: "Im vergangenen Jahr hatten wir etwa 60 Einsätze, diese Zahl ist in diesem Jahr bereits erreicht." Dabei sei die Häufigkeit der Brandeinsätze im Verhältnis zurückgegangen. Inzwischen rücke der Löschzug eher aus, um technische Hilfe zu leisten. "Von der Ölspur über den Wohnungsbrand bis hin zur Tierrettung, für all diese Dinge sind wir im Einsatz", erklärte Schröder. Florianer sein bedeute heute nicht mehr nur, mit dem Wasserschlauch einen Brandherd zu bekämpfen. Häufig rücke man auch aus, um eingeklemmte Unfallopfer zu retten oder Gefahrengut zu bergen, so der Brandoberinspektor.

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Die ehrenamtlichen Feuerwehrmänner in Gierath sind rund um die Uhr im Einsatz. "Da kommt es schon mal vor, dass mitten in der Nacht der Pieper geht und dann heißt es eben ausrücken zum Ort des Geschehens," erzählte Schröder. Doch seine Löschzugmitglieder, die zwischen 18 und 55 Jahre alt sind, seien ausnahmslos mit Überzeugung und Eifer bei der Sache. "Es ist enorm wichtig, dass Du weißt, auf die Kameraden ist Verlass, die wissen, was zu tun ist, wenn Du in ein brennendes Haus gehen musst." Überhaupt wird Kameradschaft bei der freiwilligen Feuerwehr groß geschrieben.

"Bei uns muss einer dem anderen blind vertrauen," betont der 36-jährige. "Auch der Austausch zwischen den Aktiven ist von großer Bedeutung, um auch unangenehme Eindrücke von Rettungseinsätzen verarbeiten zu können." Kein leichter Job also, doch Michael Schröder betont: "Das gute Gefühl, wenn ein Einsatz gut verlaufen ist, wenn man einem Menschen in Not erfolgreich geholfen hat, ist kaum zu übertreffen."

Das bestätigten auch die anderen Aktiven beim Sommerfest, das eher ein angenehmer "Einsatz" war: Kuchenbüfett, Kinderbelustigung, Tanz und Musik im Gerätehaus stehen bei den Gierathern seit mehr als 15 Jahren am ersten Augustwochenende auf dem Programm. Doch selbst hier gilt für die Ehrenamtler: Ein freiwilliger Feuerwehrmann hat niemals so ganz frei. Zwar hatte der Jüchener Löschzug für Samstag die Vertretung übernommen, doch Löschzugführer Michael Schröder verriet: "Falls hier in der Umgebung irgendetwas passiert, sind wir sogar heute einsatzbereit." reP

(NGZ)