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Korschenbroich: Fleißige Helfer mit Stern und Krone

Korschenbroich : Fleißige Helfer mit Stern und Krone

Überall in Deutschland sind dieser Tage wieder die Sternsinger unterwegs, um Segen zu Spenden und Geld für Hilfsprojekte zu sammeln. Das kann mitunter anstrengend sein – macht aber auch viel Spaß.

Überall in Deutschland sind dieser Tage wieder die Sternsinger unterwegs, um Segen zu Spenden und Geld für Hilfsprojekte zu sammeln. Das kann mitunter anstrengend sein — macht aber auch viel Spaß.

Die Kleinenbroicher Sternsinger sind für ihren Einsatz gerüstet: Allerdings könnten sie noch etwas Unterstützung vertragen. Wer also in Kleinenbroich am Sonntag, 6. Januar, noch als Sternsinger aktiv sein will, kann sich bei Margret Görris melden. Sie freut sich über jedes Kind, das sich ihrer Gruppe anschließen möchte. Foto: HPR

Sternsinger brauchen vor allen Dingen eins: Ausdauer. Denn sie müssen laufen, stundenlang, von Haus zu Haus, bei Regen und Schnee, Wind und Kälte, mit der Spendenbüchse in der Hand. Keine Frage, das ist anstrengend. Und doch melden sich jedes Jahr wieder hunderte Kinder und Jugendliche, die freiwillig Anfang Januar als Sternsinger durch Korschenbroichs Straßen ziehen — weil sie helfen wollen. Schließlich ist das Geld, das sie an den Haustüren sammeln, für einen guten Zweck.

In Kleinenbroich werden damit zum Beispiel Hilfsprojekte unterstützt, die Pater Josef Neuenhofer für Straßenkinder in Bolivien ins Leben gerufen hat. "Außerdem ist es schön, den Leuten an den Haustüren den Segen zu spenden", ergänzt Linda Gransee. Viermal war die Zwölfjährige bereits Sternsinger. Wenn am 6. Januar Dutzende Caspars, Melchiors und Balthasars durch Kleinenbroich ziehen, ist sie auch wieder dabei. "Unser Bezirk ist an der Oststraße", erzählt das Mädchen.

Etwa um 10 Uhr geht Lindas Gruppe am Pfarrheim von St. Dionysius los. Linda, Nina Hoffmann und Erik Weidel sind ungefähr im gleichen Alter. Lindas jüngere Schwester Dora, Eriks Bruder Emil und der einzige Neuzugang, Dimitra Anastassiou, sind ebenfalls mit dabei. In bunte Gewänder gehüllt, mit goldenen Pappkronen auf den Köpfen, klingeln die Sternsinger an den Haustüren, erteilen den Segen, lassen sich die Spendenbüchse füllen.

In diesem Jahr wird die Gruppe außerdem die Bewohner des Seniorenwohnheims Haus Tabita besuchen. "Wir streiten uns immer darum, wer auf die Türklingeln drücken darf", erzählt Nina und lacht. Die Spendendose zu tragen sei hingegen weniger beliebt: "Da bekommt man so kalte Hände." Wie Linda war auch sie schon viermal Sternsinger in Kleinenbroich. "Eine Frau macht uns immer im Schlafanzug auf. Das ist diesmal bestimmt auch so", sagt sie und lacht wieder.

Manchmal schenken die Kleinenbroicher den Sternsingern ein paar Süßigkeiten, hauptsächlich gibt es jedoch Geld für den guten Zweck: Mal zwei Euro, mal zehn, mal 25. Im vergangenen Jahr hat die Gruppe so rund 600 Euro eingenommen. In der Mittagspause, wenn es im Pfarrheim Spaghetti gibt, entbrennt dann jedes Jahr wieder ein Wettstreit: Wessen Spendenbüchse ist am vollsten, wer hat am meisten eingenommen? Rund 12 000 Euro hätten die Kleinenbroicher Sternsinger 2012 insgesamt gesammelt, weiß Margret Görris, die sie betreut

. Ob diese Summe wieder erreicht wird, hängt nicht nur von der Spendierlaune der Kleinenbroicher ab. Denn noch fehlen Margret Görris ein paar Kinder und Jugendliche, die als Sternsinger mitziehen. Je weniger die 28 Bezirke mit Gruppen besetzt sind, desto weniger Haustüren werden erreicht. Margret Görris hofft, dass sich noch Freiwillige bei melden, damit sie 120 Sternsinger zusammenbekommt. Die erwartet dann zwar ein anstrengender Tag, doch Mitmachen lohnt sich, da sind sich Linda und ihre Mitstreiter aus dem Bezirk Oststraße einig.

(NGZ)