Senioren bekommen ihren Sportplatz: Fitness hängt nicht vom Alter ab

Senioren bekommen ihren Sportplatz : Fitness hängt nicht vom Alter ab

An der Kasterstraße erfolgte am Montag der erste Spatenstich für den ersten Generationenplatz der Gemeinde. Für die Senioren geht damit ein Begeheren in Erfüllung nach dem man sich lange gesehnt hat.

Jüchen (S.M.) Nur wer rastet, der rostet — lediglich zu altern muss dagegen nicht zwangsläufig in absolutem Gegensatz zu körperlicher Fitness stehen. Von dieser Erkenntnis ließ sich der Gemeinderat leiten, als er im April 2008 die Verwaltung beauftragte, gemeinsam mit dem Kreis ein Konzept zur Schaffung so genannter Generationenplätze in der Gemeinde zu entwickeln.

Vor nicht ganz drei Monaten hatte sich der auch für die Seniorenpolitik zuständige Fachausschuss des Gemeinderats unter Vorsitz von Andreas Tillmann dafür ausgesprochen, den ersten Generationenplatz an der Jüchener Kasterstraße neben dem Seniorenzentrum Haus Maria Frieden einzurichten: Gestern erfolgte der erste Spatenstich, der sich ganz großer Resonanz erfreuen konnte: Neben Bürgermeisterin Margarete Kranz und dem Ersten Beigeordneten Michael Jansen war neben Dr. Christoph Schmitz und Dr. Holger Tesmann, den Vorsitzenden von CDU und SPD, auch Landrat Dieter Patt nach Jüchen gekommen.

Nicht ohne guten Grund, denn das Jüchener Projekt Generationenplätze passt gut ins Kreisentwicklungskonzept zur Seniorenpolitik: So hat der Rhein-Kreis in Zusammenarbeit mit interessierten Altenpflegeheimen die Errichtung öffentlich zugänglicher Seniorenfitnessgeräte geprüft.

Für Richard Sachse, den Leiter von Haus Maria Frieden, passt der in unmittelbarerer Nachbarschaft an der Kasterstraße liegende Platz geradezu ideal: Erst vor zwei Wochen ist das Jüchener Seniorenzentrum für seine "sturzpräventiven Einrichtungen" von der Kreisgesundheitskonferenz und der Ärztekammer Nordrhein ausgezeichnet worden.

Der Generationenplatz vor der eigenen Haustür bietet Richard Sachse zufolge die Möglichkeit, "dass ältere Menschen trainieren können, mehr Standfestigkeit zu bekommen", um Stürzen vorzubeugen, die bei Senioren nun einmal mit hohen gesundheitlichen Risiken verbunden sind. Der Rat hat für den Generationenplatz 15 000 Euro bereit gestellt, Dieter Patt konnte zudem die Sozial- und Kulturstiftung des Landschaftsverbands Rheinland als Zuschussgeber gewinnen.

Die — inzwischen bestellten — Seniorenfitnessgeräte sollen natürlich nicht ausschließlich von den Bewohnern des Seniorenzentrums genutzt werden — auch Jogger und Spaziergänger sind eingeladen, sich auf dem nun im Bau befindlichen Platz sportlich zu betätigen. Neben der Förderung der körperlichen Fitness steht auch der kommunikative Aspekt im Mittelpunkt: die Generationenplätze bieten aus der Sicht von Bürgermeisterin Margarete Kranz "eine exzellente Möglichkeit, Begegnungsorte für Jung und Alt zu schaffen" .

Der Platz an der Kasterstraße soll erst den Anfang bilden: Im kommenden Jahr ist ein zweiter Streich in Hochneukirch vorgesehen und 2011 der dritte in Bedburdyck.

(RP)
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