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Jüchen: Firma bietet Kurse im Klettergarten an

Jüchen : Firma bietet Kurse im Klettergarten an

Die Stiftung Schloss Dyck arbeitet jetzt mit dem Otzenrather Unternehmen "Hoch3" zusammen. Das hat sich auf Erlebnis- und Erziehungspädagogik spezialisiert. Am Schloss organisiert das Team um Thomas Sablotny Kletterkurse.

Die Landesgartenschau an Schloss Dyck ist schon elf Jahre her, viel zu erleben gibt es aber trotzdem noch. Neben Spaziergängen durch das Gelände oder einer Besichtigung des Schlossgeländes lädt die Stiftung Schloss Dyck auch immer wieder Schulen zu sich ein. Lehrer können aus verschiedenen Programmpunkten auswählen – ein Anziehungspunkt ist dabei der Hochseilgarten.

Einige Angebote wurden bis vor wenigen Monaten vom Kreissportbund mitorganisiert. Nun gibt es einen neuen Kooperationspartner: Das Unternehmen "Hoch3", das sich auf Erlebnis- und Erziehungspädagogik spezialisiert hat, ist nun Teil des Teams der Kultur- und Erlebnispädagogik. "Der Wechsel unserer Kooperationspartner verlief ohne große Probleme. Mit dem Sportbund konnten wir nicht mehr länger zusammenarbeiten, weil der Vertrag ausgelaufen ist. Der Kontakt zu ,Hoch3' bestand glücklicherweise schon etwas länger", berichtet Eva Bongartz.

Die Diplom-Sozialpädagogin betreut die Bildungsarbeit an Schloss Dyck. Seit zehn Jahren betreut sie auch das Grüne Klassenzimmer. "Viele Lehrer wünschen sich, dass ihre Schüler auf einem Klassenausflug auch etwas lernen. Im Grünen Klassenzimmer untersuchen wir gemeinsam die Parkanlage, samt Pflanzen und Gewässern", erzählt sie. Auf dem Gelände rund ums Schloss befindet sich seit der Landesgartenschau aber auch die Kletteranlage. "In der Erlebnispädagogik bin ich keine Spezialistin. Aus diesem Grund bin ich sehr froh, dass ich da Unterstützung von Hoch3 erhalte", sagt Bongartz.

Die Firma organisiert mehrmals im Jahr dort Kletteraktionen. Einen Schwerpunkt legt sie auf soziales Lernen, das Miteinander in der Schulklasse soll gestärkt werden. "Beim Klettern ist man aufeinander angewiesen. Man lernt im Team zu arbeiten. Das ist wichtig", erklärt Thomas Sablotny von "Hoch3".

Teamfähigkeit und ein gesundes Miteinander stehen bei Bongartz und Sablotny im Mittelpunkt. Das zeigen auch andere Aktionen. So werden neben dem Klettern regelmäßig auch so genannte Kooperationskurse angeboten. "In diesen Kursen wollen wir erreichen, dass die Klassen enger zusammenrücken und sich die einzelnen Schüler besser kennenlernen", sagt Sablotny.

Wie genau das aussehen kann, erklärt Eva Bongartz: " Oft machen wir kleine Spiele, die den Kindern und Jugendlichen auch Spaß machen. Beliebt ist zum Beispiel das Deckenspiel. Alle Mädchen und Jungen sitzen auf einer Decke und sollen versuchen, diese einmal zu wenden, ohne den Boden um sie herum zu berühren." Oft seien das Aktionen, die man auch in der Schule in der Turnhalle durchführen könne, sagt sie. "Aber hier, umgeben von der Natur, ist das viel schöner." Die meisten Mädchen und Jungen, die dort einen Tag verbringen, besuchen die Grundschule. Einige gehen in die fünfte oder sechste Klasse. "Für Kinder, die bald in die Pubertät kommen, ist unser Programm wichtig. Hier können sie sich selber besser kennen lernen", meint Eva Bongartz.

Die Kooperationspartner sind sich einig: Mit ihrer Zusammenarbeit sind sie zufrieden. "Hoch3 ist genau das, was wir hier brauchen. Das Team hat Erfahrung und bringt viele gute Ideen in unsere Arbeit mit ein," sagt Bongartz.

(NGZ)