1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Schwimmen: Fildebrandt darf auf WM-Ticket hoffen

Schwimmen : Fildebrandt darf auf WM-Ticket hoffen

Schwimm-DM: Dormagener holt Bronze über 50 Meter Freistil. Philip Lücker weiter verbessert.

Der Dormagener Christoph Fildebrandt darf sich berechtigte Hoffnungen auf einen Start bei den Weltmeisterschaften in Barcelona (Schwimmwettbewerbe 28. Juli bis 4. August) machen. Der 23-Jährige schwamm bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin in 49,59 Sekunden auf Rang vier über 100 Meter Freistil und empfahl sich damit für die 4x100-Meter-Freistilstaffel des Deutschen Schwimm-Verbandes bei der WM.

Die finale WM-Nominierung erfolgt Anfang dieser Woche, über eine Einzelstrecke konnte sich Fildebrandt allerdings nicht qualifizieren. Für den gebürtigen Wuppertaler wäre es nach Schanghai 2009 die zweite Teilnahme an einer Langbahn-WM. "Warten wir mal ab, ob es reicht. Ich denke, es wird eine enge Kiste", erklärte der Kurzbahn-WM-Dritte mit der Staffel nach seinem Rennen. Fildebrandt hatte im Vorjahr noch den Titel über 100 Meter Freistil geholt, sich aber zuletzt auf seine Ausbildung zum Polizeikommissar und die dort anstehenden Prüfungen vorbereitet. Zudem war er am Brustmuskel verletzt.

Über 50 Meter Freistil schwamm der Schützling von Trainer Jürgen Schmitz beim TSV Bayer Dormagen in 22,66 Sekunden hinter dem Deutschen Meister Steffen Deibler (Hamburg/22,16) und dem Potsdamer Tim-Thorben Suck (22,62) auf Rang drei. Es war die fünfte Bronzemedaille von Fildebrandt in Folge (seit 2009) über 50 Meter Freistil bei nationalen Titelkämpfen auf der Langbahn. Auch über 200 Meter Freistil hatte sich der Dormagener für das A-Finale qualifiziert, verzichtete aber zugunsten der 50 Meter Freistil auf einen Start. Mannschaftskamerad Nils Rötgers verpasste über 50 Meter Freistil in 23,61 Sekunden das A-Finale lediglich um 13 Hundertstelsekunden und belegte in 23,71 Sekunden Rang 17. Über 100 Meter Freistil reichten 51,64 Sekunden ebenfalls zu Platz 17.

Sich in der nationalen Spitze behaupten konnte Philip Lücker. Und das, obwohl er sich wegen Abitur und Krankheit nicht optimal vorbereiten konnte. Der Schützling von Klaas Fokken bei der SG Neuss steigerte sich im Finale über 100 Meter Schmetterling nochmals um eine Zehntelsekunde auf 54,11 Sekunden und belegte Rang sieben. Über 200 Meter Schmetterling schaffte der Neusser in sehr guten 2:00,85 Minuten als Vierter den Sprung ins A-Finale. Dort musste er dem schnellen Vorlauf Tribut zollen und wurde in 2:04,65 Minuten Zehnter.

(hag-)