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Korschenbroich: Feuerwehr streitet um Rüstwagen

Korschenbroich : Feuerwehr streitet um Rüstwagen

Anfang 2011 wird der neue Rüstwagen der Freiwilligen Feuerwehr in Dienst gestellt. Das derzeitige Gefährt war bis 2007 beim Löschzug Korschenbroich stationiert und der bietet an, sich auch um den neuen Wagen zu kümmern. Derzeit befindet sich der Rüstwagen in Kleinenbroich.

Für die meisten dauert es noch etwas mehr als zwei Wochen — den Mitgliedern des Löschzugs Kleinenbroich dagegen steht die weihnachtliche Bescherung bereits kommende Woche ins Haus. Am Montag wollen sich Stadtbrandinspektor Uwe Foerster und sieben bis acht weitere Florianer auf den Weg ins baden-württembergische Giengen machen: Dort wartet auf sie der neue Rüstwagen, der die Nachfolge des seit mehr als 20 Jahren in Dienst stehenden Gefährts antreten soll.

Uwe Foerster rechnet damit, dass die Kleinenbroicher Florianer in der Nacht zu Mittwoch wieder zu Hause sein werden. Etwa Ende Januar, wenn sich die Feuerwehrleute mit dem neuen Rüstwagen hinreichend vertraut gemacht haben, wird das neue Fahrzeug dann offiziell vorgestellt. Ginge es nach dem Löschzug Korschenbroich, dann stünde der neue Rüstwagen allerdings in seiner Obhut — wie lange Zeit das aktuelle Exemplar, das bis Sommer 2007 in Korschenbroich stationiert war.

Seinerzeit hatte Feuerwehrchef Frank Baum den Rüstwagen dort abgezogen und ihn dem Löschzug Kleinenbroich zugewiesen, was ebenso handfesten wie lange anhaltenden Krach zur Folge hatte. Die Standortfrage wurde jetzt unversehens wieder zum Thema: Eigentlich schien es für den Hauptausschuss nur eine Formsache zu sein, über eine monatliche Aufwandsentschädigung von 500 Euro zugunsten des Kleinenbroicher Rüstwagen-Bereitschaftsdienstes zu entscheiden.

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Überraschend vertagten sich die Politiker jedoch, denn kurz zuvor war ein Schreiben des Löschzugs Korschenbroich eingegangen: Der hat seine Bereitschaft erklärt, sich ohne eine solche Aufwandsentschädigung um den Rüstwagen zu kümmern. Albert Richter (SPD) konstatierte "ein gewisses Durcheinander", freute sich aber darüber, "dass es in der Feuerwehr Leute gibt, die unsere Sparbemühungen anerkennen". Ein Statement, das indes bei den Korschenbroichern nicht allzu große Hoffnungen auslösen sollte, denn die Politik wird aller Voraussicht nach kaum über den Standort für den Rüstwagen entscheiden.

"Auf die Schnelle ist das gar nicht zu klären", betonte Bürgermeister Dick, der "nicht Schiedsrichter spielen" will. Dick bekräftigt seine bereits vor dreieinhalb Jahren vertretene Linie, wonach es "Sache der Wehrführung" sei, über den Standort für den Rüstwagen zu entscheiden. Feuerwehrchef Frank Baum ist noch bis nächste Woche krankheitsbedingt außer Dienst. Eine Entscheidung habe er noch nicht getroffen, erklärte Baum gegenüber der NGZ. Zu rechnen sei damit erst "übernächste Woche".

Kenner der Feuerwehr gehen nicht davon aus, dass Baum etwas an dem Standort ändern wird. An den einsatztaktischen Gründen, die er damals geltend gemacht hat, habe sich schließlich seither nichts geändert.

(NGZ)