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Korschenbroich: Feuerwehr plant ihre Zukunft

Korschenbroich : Feuerwehr plant ihre Zukunft

Die Korschenbroicher Feuerwehr leistet "gute Arbeit," damit das auch künftig so bleibt, sollen zwei Gerätehäuser erweitert werden. Für Pesch ist langfristig ein Neubau angedacht. Das geht aus dem Brandschutzbedarfsplan hervor.

Viel vor hat die Stadt Korschenbroich mit ihrer Feuerwehr. Das zeigt der neue Brandschutzbedarfsplan für den Zeitrahmen 2011 bis 2015. Der Entwurf wird am kommenden Dienstag dem Hauptausschuss vorgestellt und soll bereits in der Ratssitzung am 31. März verabschiedet werden. Der Fünf-Jahres-Entwurf sieht für Glehn und Kleinenbroich zwei Gerätehaus-Erweiterungen und für die Löschgruppe Pesch einen Gerätehaus-Neubau vor. Bis 2015 muss die Stadt zudem acht unterschiedliche Einsatzwagen beschaffen. Kostenhöhe: gut zwei Millionen Euro. Weitere 100 000 Euro werden für eine digitale Funkausrüstung fällig.

Der Beigeordnete Rudolf Graaff spricht von einer "leistungsfähigen Feuerwehr": Er bescheinigt den Einsatzkräften "eine gute Arbeit und eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung". Dokumentiert wird dies in dem Planentwurf mit stetig steigenden Mitgliedszahlen.

Über mangelnden Zulauf kann sich die Feuerwehr der Stadt Korschenbroich wirklich nicht beklagen: Seit 2005 stieg die Zahl der aktiven Wehrleute, die pro Jahr bis zu 400 Mal ausrücken, zunächst von 166 auf 196. Bis zum Jahr 2015 wird die Zahl der Ehrenamtler nochmals anwachsen – nämlich bis auf 218.

Auch wenn diese Entwicklung hohe Investitionen fordert, so weiß Graaff doch: "Wir sind auf dem richtigen Weg. Schließlich wird mittlerweile mit ganz anderen Gruppenstärken kalkuliert, da viele der Ehrenamtler außerhalb der Stadt ihre Brötchen verdienen."

Um der Feuerwehr gerecht zu werden, muss die Stadt dann auch in den bevorstehenden Jahren kräftig in einen Neubau und zwei Erweiterungen investieren. Auch wenn Graaff die Summe nicht bestätigten wollte, werden Kosten von weiteren zwei Millionen Euro auf die Stadt hinzukommen. Für diese Pflichtaufgaben schüttet das Land einmal jährlich eine Feuerwehrpauschale aus. Für Korschenbroich sind das gut 60 000 Euro. "Den Rest muss die Stadt aus eigener Kraft aufbringen", weiß Graaff.

Frank Hoffmann freut sich auf Dienstag, wenn der Brandschutzbedarfsplan der Politik vorgestellt wird. "Es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, dass etwas getan wird", lobt der stellvertretende Wehrführer die Zusammenarbeit mit der Stadt. "Die Wehrleitung wurde an allen Planungsschritten beteiligt." Und weiter sagt er: "Wir planen gemeinsam für eine gute Zukunft."

(NGZ)