1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Korschenbroich: Feuerwehr kämpft gegen Unrat

Korschenbroich : Feuerwehr kämpft gegen Unrat

Dem Löschzug Korschenbroich stinkt's regelrecht: Immer wieder findet die Feuerwehr auf ihrem Gelände hinter der Fahrzeughalle Müll und anderen Unrat. Die Bemühungen um ein abschließbares Tor blieben bislang ohne Erfolg.

Löschzugführer Thomas Baum sprach seinen Kollegen aus dem Herzen: Er sei es leid, weiterhin Hundekot, Erbrochenes, "ausgetretene Joints" und anderen Unrat wegzuräumen. Das Problem ist schon etwas älteren Datums – mittlerweile stinkt es den Mitgliedern des Löschzugs Korschenbroich regelrecht: Betroffen ist ihr "Hinterhof", das rückwärtige Gelände des Feuerwehrhauses An der Sandkuhle. Dort tummeln sich Thomas Baum zufolge regelmäßig ungebetene Gäste und lassen unter anderem den Rasenbereich in einem schlimmen Zustand zurück. Sogar Farbeimer hatten Unbekannte schon entsorgt. Was für die Florianer nicht nur "irgendwie" misslich ist, sondern eine recht ekelhafte Angelegenheit, da sie dort auch ihre Übungen abhalten.

Das Areal ist zwar mit Zäunen und Hecken umgeben, dennoch ist das Gelände zugänglich. Was fehlt, ist ein abschließbares Tor, das den Zutritt verwehrt. Doch bislang blieben alle Bemühungen des Löschzuges ohne Erfolg. Ein Förderantrag bei der Sparkassenstiftung ist abgelehnt worden – sie ist hierfür nicht zuständig. Das gleiche Geschick widerfuhr einem Antrag beim Förderverein der Korschenbroicher Feuerwehr. Die Stadt scheidet als Adressat aus: Nicht allein deshalb, weil sie ungeachtet des Nothaushalts bereits 600 000 Euro im Etat für die Feuerwehr vorsieht, wie Beigeordneter Rudolf Graaff jetzt bei der Jahreshauptversammlung der Florianer in der Gaststätte Schmitten erklärte. Zuständig sei die Stadt vielmehr lediglich für das "einsatztaktisch Notwendige", so Graaff.

Inzwischen ist ein erneuter Antrag an den Förderverein auf dem Weg – gestellt hat ihn diesmal Stadtbrandinspektor Frank Baum, Chef der Korschenbroicher Feuerwehr. Ein Umstand, der bei manchem Mitglied des Löschzugs Verwunderung auslöst. Thomas Baum machte deutlich, dass er "seinen", inzwischen abgelehnten Antrag beim Förderverein schließlich auf Anraten des Wehrführers gestellt habe.

Rudolf Graaff empfahl, sich lieber auf das aktuell laufende Verfahren zu konzentrieren. Die Tatsache, dass der Förderverein bei der Ablehnung auf die Möglichkeit einer neuerlichen Antragstellung durch den Wehrführer hingewiesen habe, "lässt eine konstruktive Bearbeitung erwarten". Der Beigeordnete ist vorsichtig optimistisch, dass es diesmal mit dem seit langem ersehnten Tor klappen könnte. Für alle Fälle sorgte Thomas Baum jetzt schon einmal vor: Sollte es auch diesmal nicht gelingen, bleibt für ihn als letzte Hoffnung die Politik. Und so appellierte er schon einmal vorsorglich an die in der Gaststätte Schmitten vertretenen Mitglieder des Stadtrats, die Feuerwehrleute nicht im Regen – beziehungsweise im Unrat stehenzulassen und notfalls per Ratsbeschluss die Anschaffung eines Tors zu ermöglichen.

(NGZ)