Korschenbroich: Feuerwehr hofft auf mehr Platz

Korschenbroich: Feuerwehr hofft auf mehr Platz

Nach diversen Ortsterminen, zuletzt mit Bürgermeister Heinz Josef Dick, ist der Kleinenbroicher Feuerwehrchef Uwe Foerster verhalten optimistisch: 2011 könnte das beengte Gerätehaus endlich erweitert werden.

Die Ungewissheit dauert zwar an. Doch die Gespräche über das Feuerwehr-Domizil mit den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung haben Stadtbrandinspektor Uwe Foerster offensichtlich doch etwas von seinen Sorgen nehmen können.

Da nun der benachbarte Kindergarten "quasi weg" sei, appellierte Förster bei der Jahreshauptversammlung des Löschzugs Kleinenbroich an alle Verantwortlichen, zu bedenken, "welche Möglichkeiten sich hieraus für uns ergeben — auch wenn es nur ein Parkplatz ist."

Die Hoffnung der Kleinenbroicher Florianer: Die Stadt Korschenbroich soll nur nicht den Kindergarten abreißen und das Grundstück verkaufen, denn "das alte Gerätehaus bedarf zumindest einer kleinen Sanierung", erklärte Foerster in der Gaststätte "Zur Traube". Platzmangel — auf diese allumfassende Kurzformel lässt sich die Klage über den aktuellen Status quo zusammen fassen: Gerade einmal ein bis zwei Quadratmeter stehen jedem Feuerwehrmann zur Verfügung, sogar der sehnlichst geforderte Umbau würde nicht einmal dazu führen, dass die geltenden DIN-Normen erfüllt wären. Ein weiterer Mangel: Im gesamten Gerätehaus befindet sich gerade einmal eine einzige Dusche.

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Nach diversen Ortsbesichtigungen, zuletzt mit Bürgermeister Heinz Josef Dick, hat Uwe Foerster nun doch "die Botschaft" vernommen, dass "2011 zumindest etwas versucht werden soll." Für eine Erweiterung komme nur das Gelände des Kindergartens in Betracht, das nicht verkauft werden dürfe: "Sie wissen, was ein Feuerwehrhaus kostet — selbst wenn man es vernünftig plant, ist es teuer genug", erklärte Foerster mit einem kritischen Seitenblick auf die Situation in Liedberg. Dort sollte im April das neue Gerätehaus eingeweiht werden, wie die für die Feuerwehr zuständige Amtsleiterin Christa Beeck in ihrem Grußwort für die Verwaltung deutlich machte.

Etwas schärfer als Uwe Foerster hat Schriftführer Thomas Mostert den Unmut der 36 aktiven Feuerwehrleute des Löschzugs formuliert: Mostert zufolge bleibt angesichts der Vielzahl sich widersprechender Stellungnahmen der vergangenen Monate "die Hoffnung, dass der Löschzug Kleinenbroich nicht der ,Ohrfeigen' überdrüssig wird und weiterhin im Dienst der Bürger Kleinenbroichs handlungsfähig" bleibt.

2009 rückte der Löschzug 115 Mal aus, wobei 889 Einsatzstunden anfielen. In 86 Fällen (75 Prozent aller Einsätze) ging es um technische Hilfeleistung. Unter den 29 Bränden war ein Großbrand. Neben 16 Kleinbränden standen zwölf Fehlalarme an — ein Problem, das auch die Kollegen des Löschzugs Korschenbroich diskutierten.

(NGZ)