Jüchen : Fest lockt weniger Besucher

Vorführungen der Hundestaffel der Kreispolizei, Livemusik und viele Stände – all das gab es beim Sommerfest des Jüchener Werberings. Trotzdem kamen in diesem Jahr weniger Besucher als sonst in den Ortskern.

Vorführungen der Hundestaffel der Kreispolizei, Livemusik und viele Stände — all das gab es beim Sommerfest des Jüchener Werberings. Trotzdem kamen in diesem Jahr weniger Besucher als sonst in den Ortskern.

Der Werbering war gestern mit dem Sommerfest mit verkaufsoffenem Sonntag zufrieden, auch wenn die Resonanz geringer war als erwartet. "Das liegt wahrscheinlich daran, dass der Termin auf ein Brückenwochenende fiel", meint Werner Hüsselmann. Der Pressesprecher kündigte aber bereits am Sonntag an: "Im nächsten Jahr wird das Fest wieder stattfinden."

Hüsselmann hofft, dass der 21 Mitglieder zählende Werbering bis dahin wächst. "So ein Fest kostet Geld, und vieles muss organisiert werden", sagt Michael Ermer. Der Chef des Werberings hatte vor seinem REWE-Markt viele Stände aufgebaut und freute sich über die Beteiligung von Händlern und Vereinen.

Ein Treffpunkt für Bürger

Den größten Zulauf hatte die Polizei. Sie codierte Fahrräder, gab Tipps zu Fahrradhelmen und führte ihre Fahrzeuge vor. Der Streifenwagen und das Motorrad waren besonders bei den Kindern beliebt. Viele ließen sich mit den Gefährten fotografieren.

Die Stars der Polizei waren jedoch nicht die Beamten, sondern ihre vierbeinigen Kollegen Joy und Fox. Die beiden belgischen Schäferhunde gehören der Hundestaffel der Kreispolizei an und zeigten beim Sommerfest ihr Können. Hundeführer Carsten Behrendt demonstrierte, wie ein Polizeihund flüchtende Kriminelle stellt. Sein Kollege Wolfgang Juntermanns spielte dabei den Täter.

Beeindruckt waren die Besucher davon, wie die Hunde nach Sprengstoff suchten. Dafür hatte die Polizei eine Attrappe im Motorrad versteckt, die von Joy schnell gefunden wurde. "So etwas zu sehen, ist wirklich interessant", sagte Jürgen Zirfas, der sich die Vorführung zusammen mit seiner Familie ansah. Das Sommerfest sei ein Treffpunkt für die Bürger der Gemeinde.

Ähnlich sah es auch Thomas Mikowski. Der Jüchener kommt jedes Jahr zum Fest. "Es ist immer schön hier", sagt er. Für jeden werde etwas geboten. Dafür sorgten die zahlreichen Stände: Neben Wein, Marmeladen und Säften gab es viele dekorative Dinge. Das weitere Angebot reichte von Fensterbildern über Schuhe und Traumfänger bis hin zu Neuwagen. Die Band Fishbowl sorgte auf dem Jüchener Markt für Stimmung, während sich die kleinen Besucher auf einem historischen Karussell tummelten. Das Seniorenzentrum Maria Frieden präsentierte sich mit einem Waffelstand.

Auch die Bürgerstiftung war vertreten. Sie nutzte das Sommerfest für eine Umfrage und fand heraus, dass sich die Jüchener mehr Angebote für Jugendliche wünschen. Ein Termin für das Sommerfest 2013 steht noch nicht fest.

(cli)