Bürgernähe war wichtig: Feld soll zum Wohngebiet werden

Bürgernähe war wichtig : Feld soll zum Wohngebiet werden

Von Ruth Wiedner

Von Ruth Wiedner

Bürgernähe war den Neersbroichern Raymond Opszalski und Hans Bolten schon immer wichtig: Und so baten die CDU-Politiker erneut zum Anwohnergespräch, um mit den Bürgern Themen wie das geplante Baugebiet Neersbroicher Feld direkt zu besprechen.

Was Raymond Opszal-ski und Hans Bolten vor einem Jahr be eingeführt hatten, wurde jetzt mit Erfolg fortgesetzt: das Anwohnergespräch in Neersbroich. Weil die Resonanz so umwerfend war, mussten gleich drei Termine anberaumt werden, um die Zahl der Teilnehmer überhaupt in einem ausreichend großen Saal unterbringen zu können. Während zunächst über 110 Anlieger der ersten Einladung in das Clubhaus der Sportfreunde gefolgt waren, wurden am Montag Abend weitere 40 in der Bolten-Brauerei begrüßt. Im Blickpunkt stand dabei das im Stadtentwicklungskonzept als mögliches Baugebiet ausgewiesene Neersbroicher Feld.

Zum Bebauungsplan gab's eine rege, aber ausgesprochen sachliche Aussprache. Die Anlieger der Rheydter Straße, die dort im hinteren Bereich ihre Gärten haben, wollten von Ratsmitglied Raymond Opszalski und seinem "Huckepack"-Kandidaten Hans Bolten wissen, wie weit die Planungen nun fortgeschritten seien. Aussagen einiger Kommunalpolitiker hatten zu Irritation in Neersbroich geführt.

Die Anlieger fürchten nun - nach Stellungnahmen in der jüngsten Stadtplanungs-Ausschusssitzung eine Ablehnung des von ihnen gewünschten Wohngebietes und eine vorrangige Behandlung von Korschenbroich-West und dem Trietenbroicher Feld. Den Neersbroicher Anliegern wurde der noch vom damalige Stadtoberbaurat Rainer Gleß dazu in 1998 erstellte Plan erläutert, verknüpft mit einer Studie, wie sich das künftige Baugebiet optisch entwickeln könne.

Raymond Opszalski bekräftigte seine frühere Aussage zum Neersbroicher Feld, dieses zu einem Wohngebiet entwickeln zu wollen und dies dann auch entsprechend umzusetzen. Allerdings waren sich alle Anlieger einig: "Es soll keine Handtuch-Bebauung erfolgen." Eine Grundstücksgröße von mindestens 400 Quadratmetern soll dies verhindern. Ebenso wurde eine Zweigeschossigkeit ausgeschlossen. "Wir stellen uns etwas optisch Ansprechendes und Vernünftiges vor", betonte Opszalski dann auch gegenüber der NGZ.

Für den CDU-Politiker hat das Neersbroicher Feld - im Vergleich zu den anderen Flächen - einen klaren Vorteil: "Diese Maßnahme wird von der Bezirksregierung Düsseldorf unterstützt. Ein positiver Bescheid liegt bereits vor." Und so nahmen Raymond Opszalski und Hans Bolten gern den Bürgerauftrag - auch der anwesenden Grundstückeigentümer - an, "eine Lösung für das Neersbroicher Feld herbeizuführen". Zudem gab es im Rahmen der Anliegerversammlung akzeptable Vorschläge, die im Stadtteil Neersbroich noch vorhandenen Baulücken auf Dauer sinnvoll zu schließen. Auch hier herrschte Einigkeit: "Wenn gebaut wird, muss die Bebauung zum vorhandenen Kern passen."

Nachbarn der Gaststätte Poseidon zeigten sich äußerst unzufrieden mit der Parkplatzsituation "Am Tömp". Aber auch über die Reaktion aus dem Korschenbroicher Rathaus waren sie nicht gerade glücklich: Auf ihre Beschwerden würde nicht reagiert, statt dessen seien "blöde Kommentare" keine Seltenheit. Da der Gastwirt die vorgeschriebenen Parkplätze nachgewiesen hat, wurde aus der Versammlung heraus angeregt, in dem kritisieren Bereich einsprechende Parkverbotsschilder aufzustellen. - Das Grundwasser-Thema wurde ebenso thematisiert, wie die Fußgängerbrücke über die L 31n. Für die Brücke wurde von den Bürgern eine Beleuchtung gefordert.

(NGZ)
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