Lokalsport: Fechter beenden Weltcup in Madrid auf dem fünften Platz

Lokalsport : Fechter beenden Weltcup in Madrid auf dem fünften Platz

Benedikt Wagner auf Rang zwölf im Einzelwettbewerb.

Mit Platz zwölf sorgte Benedikt Wagner (TSV Bayer Dormagen) beim stark besetzten Weltcup-Turnier in Madrid für das beste Ergebnis der deutschen Säbelfechter. Doch wie schon beim Grand-Prix in Moskau, wo kein Dormagener das Achtelfinale erreichte, hielt sich die Begeisterung in Grenzen.

Immerhin fünf Deutsche hatten den Einzug in die Hauptrunde des mit 202 Startern üppig bestückten Wettbewerbs geschafft. Die Dormagener Matyas Szabo (Platz 34) und Richard Hübers (42.) schieden jedoch nach Niederlagen in der ersten K.o.-Runde rasch aus. Ihr Vereinskamerad Robin Schrödter machte es besser, setzte sich in seinem Auftaktkampf gegen Kim Junho aus Südkorea mit 15:14 durch. Zwar musste er sich im anschließenden Gefecht dem WM-Dritten Kamil Ibragimov (Russland) mit 9:15 geschlagen geben, Bundestrainer Vilmos Szabo war mit seinem Schützling indes trotzdem zufrieden: "Robin hat mir hier gefallen. Er ist noch jung, steigert sich von Turnier zu Turnier." Schrödter wurde schließlich Platz 26 geführt.

Max Hartung schlug zunächst Wang Guangzhao (China) mit 15:10, unterlag danach aber dem Russen Veniamin Reshetnikov mit 10:15 und belegte Rang 18. Benedikt Wagner startete mit einem 15:10-Sieg über den Chinesen Liu Yang in das Turnier, schaltete anschließend Fares Ferjani aus Tunesien mit 15:12 aus. Das Achtelfinale war allerdings Endstation für den 27-Jährigen: Der Italiener Enrico Berre gewann mit 15:12 und zog kurz darauf auch ins Finale ein, das er gegen den Hartung-Bezwinger Veniamin Reshetnikov mit 15:11 für sich entschied. Die deutsche Bilanz fiel weniger erfreulich aus. Vilmos Szabo: "Wir haben heute mehrfach zu zeitig verloren, haben zu nervös agiert oder einen Vorsprung nicht nach Hause gebracht. Das ist zu wenig."

Etwas besser lief es mit Rang fünf im Mannschaftswettbewerb. Die Dormagener Max Hartung, Richard Hübers, Matyas Szabo und Benedikt Wagner bezwangen zum Auftakt Gastgeber Spanien mit 45:17. Im Achtelfinale wusste sich das Quartett im Duell mit der Ukraine zu behaupten (45:37). In der Runde der letzten Acht erwies sich Weltmeister Südkorea indes als zu stark. Nach der 36:45-Niederlage musste Deutschland in die Platzierungsrunde. Dort blieben Hartung, Wagner & Co. ohne Niederlage: Gegen den Iran sprang ein 45:34-Erfolg heraus, im Gefecht um Rang fünf gelang ein 45:38-Sieg über die USA. Den Weltcup-Sieg holte sich Südkorea mit einem 45:41-Triumph im Finale über Italien. Dritter im mit 26 Nationen besetzten Turnier wurde Russland, Ungarn folgte auf Platz vier.

Dass es wiederum nicht für den Sprung aufs Siegertreppchen gereicht hat, überraschte Olaf Kawald, Fechtkoordinator des TSV Bayer Dormagen, nicht wirklich. "Aufgrund unserer Platzierung in der Weltrangliste müssen wir bei den Weltcups halt schon im Viertelfinale mit einem Hammerlos rechnen. Das macht es nicht leichter, mal wieder unter die Top 3 zu kommen."

(NGZ)
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