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Fechten: Fechten: Säbelteam löst die Olympiafahrkarte

Fechten : Fechten: Säbelteam löst die Olympiafahrkarte

Die deutschen Säbelfechter haben das Weltcupturnier im italienischen Padua dominiert und mit ihrem Sieg im gestrigen Mannschaftswettbewerb endgültig die Fahrkarte zu den Olympischen Spielen in London gelöst.

Im Finale setzte sich das rein Dormagener Quartett, bestehend aus Nicolas Limbach, Max Hartung, Benedikt Wagner und Benedikt Beisheim mit 45:26 gegen Weißrussland durch. Zuvor hatte Nicolas Limbach bereits die Einzelkonkurrenz für sich entschieden, im Finale bezwang der Vize-Weltmeister den amtierenden Europameister und Weltranglistenersten Alexej Yakimenko (Russland) deutlich mit 15:9.

"Die Jungs haben von Beginn an diszipliniert gefochten, waren konzentriert und immer Herr der Situation", ferute sich Bundestrainer Vilmos Szabo, zugleich Heimtrainer des siehreichen Quartetts beim TSV Bayer Dormagen, nach dem gestrigen Mannschaftswettbewerb. In dem setzten sich seine Schützlinge gegen Spanien (45:29), Südkorea (45:26) und Frankreich (45:39) durch, ehe im Finale Weißrussland chancenlos war.

Damit ist den deutschen Säbelfechtern die Teilnahme am olympischen Mannschaftswettbewerb in London auch rein rechnerisch nicht mehr zu nehmen. Der angenehme "Nebeneffekt": Dadurch sind drei deutsche Säbelfechter unabhängig von ihrem Platz auf der Qualifikationsrangliste automatisch für die Einzelkonkurrenz qualifiziert. Kein Wunder, dass Vilmos Szabo strahlte: "Ich bin sehr zufrieden mit dem Gesamtergebnis, aber auch mit der Art und Weise, wie wir es erreicht haben."

Im Einzelwettbewerb am Samstag hatte Nicolas Limbach wie schon vor zwei Wochen in Plovdiv die Konkurrenz eindeutig beherrscht. Nur zu Beginn gelang es zwei seiner Kontrahenten, überhaupt eine zweistellige Trefferzahl gegen den Vize-Weltmeister zu erreichen: Tamas Decsi (Ungarn) unterlag 10:15, der Chinese Liu Xiao 11:15.

Im Achtelfinale machte Limbach mit dem Franzosen Vincent Anstett (15:9) kurzen Prozess, im Viertelfinale nahm er den Spanier Jaume Marti mit 15:4 (!) auseinander. Nicht viel besser erging es im Halbfinale dem Koreaner Gu Bon Gil (8:15), im Finale war wie vor zwei Wochen in Plovdiv auch Yakimenko chancenlos gegen den Dormagener.

Von dessen Vereinskollegen überraschte Matyas Szabo, 20 Jahre alter Sohn des Bundestrainers, der unter anderem den Olympiasieger von Peking 2008, den Chinesen Zhong Man, mit 15:9 bezwang. Nach einer 10:15-Niederlage gegen Yakimenko belegte er Platz 24, gefolgt von Benedikt Beisheim (28), Max Hartung (29) und dem erst 19-jährigen Richard Hübers (50.)

(NGZ)