1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Olympische: Fechten: Limbach und Co. sicher in London dabei

Olympische : Fechten: Limbach und Co. sicher in London dabei

Seit gestern haben sie es schriftlich: Nicolas Limbach, Max Hartung und Benedikt Wagner gehören zu den ersten 85 Athletinnen und Athleten, die 57 Tage vor Beginn der Olympischen Spiele vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) für London nominiert wurden. Es war die erste von drei Nominierungsrunden, die das DOSB-Präsidium vornimmt, die weiteren folgen am 25. Juni und 4. Juli.

Die drei Säbelspezialisten des TSV Bayer Dormagen gehören zum 15-köpfigen Aufgebot des Deutschen Fechterbundes. Sie müssen zwei Tage nach der Eröffnungsfeier (27. Juli) gleich als erste auf die Planche – am Sonntag (29. Juli) steht der Einzelwettbewerb auf dem olympischen Zeitplan, die Mannschaftskonkurrenz folgt fünf Tage später (Freitag, 3. August). Für sie wurde als Ersatzmann (alternate athlete) der Tauberbischofsheimer Björn Hübner mit einer so genannten P-Akkreditierung ausgestattet.

Bis zur Eröffnungsfeier im Londoner Olympiastadion wartet auf die drei Dormagener noch ein hartes Programm mit einem nicht ganz einfach zu strickenden Trainings- und Wettkampfplan: "Die Schwierigkeit dabei ist, dass die Olympischen Spiele am Ende einer langen Saison stehen", weiß TSV-Fechtkoordinator Olaf Kawald.

Im November vergangenen Jahres waren die Weltmeisterschaften, nach einer kurzen Pause begann Anfang Februar im bulgarischen Plovdiv die Weltcup-Saison. Und die ist noch nicht zu Ende: Am Samstag und Sonntag steht in Warschau das Turnier "Sabre de Wolodyjowski" an, bei dem Max Hartung und Benedikt Wagner starten – der Weltranglistenerste Nicolas Limbach pausiert.

Schließlich geht es nur zwei Wochen später mit den Fecht-Europameisterschaften im italienischen Legnano (Einzel am 15. Juni, Mannschaft am 17. Juni) weiter. Kein ganz unwichtiger Wettbewerb vor allem für die Mannschaft, denn anhand der aktualisierten Weltrangliste wird die Setzliste für das olympische Turnier vorgenommen. Von Legnano geht es dann mit kurzem Zwischenstopp in Deutschland direkt weiter zum Korfanty-Cup nach Chicago (22. und 23. Juni), der letzten vorolympischen Formüberprüfung unter Wettkampfbedingungen.

Nach einer kleinen Verschnaufpause verpasst Bundestrainer Vilmos Szabo dann seinen Schützlingen ab dem 9. Juli in einem zweiwöchigen Trainingslager in der Sportschule Hennef den letzten Feinschliff. Auf den Fechtern ruhen dabei besondere Hoffnungen, stellten sie in Britta Heidemann und Benjamin Kleibrink vor vier Jahren in Peking doch zwei der insgesamt 16 deutschen Olympiasieger. Beide sind in London wieder dabei.

(NGZ)