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Fechten: Anna Limbachs Traum von Olympia platzt erst im Finale

Fechten : Anna Limbachs Traum von Olympia platzt erst im Finale

Gegen Anna Bashta aus Aserbaidschan fehlen der Dormagenerin zwei Treffer an der Qualifikation für die olympische Sommerspiele in Tokio.

Nein, bitterer geht es einfach nicht. Nach genau drei Stunden und 21 Minuten, in denen sie bei jedem der neun Kämpfe ihr Herz auf der Planche ließ, fehlten Anna Limbach bei der Zonenqualifikation in Madrid am Sonntag nur zwei lumpige Treffer. Um Punkt 18.21 Uhr setzte Anna Bashta aus Aserbaidschan im Finale den entscheidenden Hieb zum 15:13-Sieg und ließ damit den Traum der Säbelfechterin des TSV Bayer Dormagen von den Olympischen Sommerspielen in Tokio jäh platzen.

Die 31-Jährige startet optimal ins Turnier, schlug in ihrem Poule Teodora Kakhiani (Georgien) und Yoana Ilieva (Bulgarien) mit 5:2 sowie Mary Dvorkin aus Israel mit 5:0. Dann allerdings setzte es gegen die Weißrussin Hanna Ivanishchanka eine 4:5-Niederlage. Weil sie danach jedoch im Duell mit der Spaniern Araceli Navarro, in der aktuellen Weltrangliste als 24. zwei Plätze über ihr einsortiert, ebenso die Oberhand behielt (5:3) wie zum Abschluss der Setzrunde gegen Natalia Bugaevski aus Moldawien (5:1), musste sie als Erste der Vorrunde erst im Viertelfinale ran. Damit begann das Nervenspiel, bedeutete nun doch jede Niederlage das Ende aller Hoffnungen. Schon in der Runde der letzten Acht traf die 31-Jährige überraschend auf die Rumänin Bianca Pascu, die, obwohl als Nummer 16 der Weltrangliste im Vorfeld am höchsten eingestuft, mit einer mäßigen Bilanz von 3:3-Siegen nur als Achte in die Direktausscheidung eingezogen war. Im Achtelfinale bezwang sie indes Hanna Ivanishchanka, gegen die Limbach in der Vorrunde verloren hatte, deutlich mit 15:6. Eine Warnung. Doch der erfahrene Schützling von Trainer Dan Costache blieb stabil, lag stets vorne: 8:4, 10:6, 13:8 – und musste nur am Ende etwas zittern, als ihr komfortabler 14:9-Vorsprung auf 13:14 zusammenschmolz. Dann setzte sie den entscheidenden Treffer zum 15:13-Sieg. Im Halbfinale wartete Yoana Ilieva, die sie schon beim 5:2 in den Poul-Kämpfen beherrscht hatte. Limbach triumphierte auch diesmal: 15:10.

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Im Finale lag sie fast ständig zurück, kämpfte sich von 10:14 noch einmal auf 13:14 heran – und doch reichte es wie schon vor fünf Jahren beim Qualifikationsturnier für Rio (Platz drei) nicht. Wie bitter.