Fechten : Die vier Musketiere stehen bei der WM im Hauptfeld

Benedikt Wagner und Richard Hübers bleiben in der Vorrunde ohne Niederlage, nur Matyas Szabo muss nachsitzen.

Von Volker Koch ¶

Dormagen Die erste Hürde ist genommen: Wenn am Sonntag die 64 besten Säbelfechter der Welt im Wuxi Sport Center ihren Einzel-Weltmeister ermitteln, sind die vier Musketiere des TSV Bayer Dormagen in voller Mannschaftsstärke dabei. Während Max Hartung als aktueller Europameister aufgrund seiner Weltranglistenposition schon für das Hauptfeld gesetzt war, musste das restliche Trio durch die Mühlen der Qualifikation gehen. ¶

Der Weg erwies sich dabei für Matyas Szabo als ausgesprochen steinig. Denn der Olympiaachte von Rio de Janeiro leistete sich in den sechs Poolgefechten zwei Niederlagen. Dadurch musste er in die Vor-Qualifikation, wo er sich der Aufgabe gegen den Kanadier Marc Gelinas mit einem 15:1-Sieg mehr als souverän entledigte. Dass ließ den 26-Jährigen allerdings in der Setzliste für das Tableau der besten 64 zurückfallen, so dass er nun gleich in der ersten Runde auf den an Position 20 gesetzten Russen Dmitry Danilenko trifft. Sollte er das Gefecht überstehen, droht ihm in der nächsten Runde der starke Italiener Enrico Berre als Gegner. ¶

Wesentlich besser marschierten Benedikt Wagner (28) und Richard Hübers (25) durch die Poolqualifikation: Beide blieben in allen sechs Kämpfen ohne Niederlage. Zum Lohn treffen sie in der ersten Runde am Sonntag auf Fechter aus der unteren Hälfte des Tableaus: Hübers, als bester Qualifikant an Nummer 17 gesetzt, trifft auf den Japaner Tamahiro Shimamura (48), Wagner, Nummer 19 der Setzliste, bekommt es mit dem Venezolaner Eliacer Romero (46) zu tun. Max Hartung startet am Sonntag gegen den an Position 53 gelisteten Argentinier Stefano Lucchetti und trifft dann im Siegfall entweder auf dessen Landsmann Pascuale Di Tilla oder den Chinesen Yingnang Xu. In der Runde der besten 16 könnte es dann zur Neuauflage des EM-Finales zwischen Hartung und dem Russen Kamil Ibragimov kommen, den er in Novi Sad mit 15:12 bezwang. „Wir sind natürlich glücklich, dass alle den Sprung in die Runde der besten 64 und damit in den Finaltag geschafft haben. Das war unser Anspruch“, sagt TSV-Fechtkoordinator Olaf Kawald, „jetzt werden wir am Sonntag sehen, wie weit es geht.“ ¶

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