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Fechten: Fecht-WM: Dormagen scheitert an Weltmeister Russland

Fechten : Fecht-WM: Dormagen scheitert an Weltmeister Russland

Wie schon bei den Olympischen Spielen in London belegten die deutschen Säbelfechter auch bei den Weltmeisterschaften in Budapest im Teamwettbewerb den fünften Platz. Und wie vor Jahresfrist scheiterte die Equipe, die diesmal eine reine Vereinsmannschaft des TSV Bayer Dormagen war, am späteren Titelträger.

Waren es in London die Koreaner gewesen, die bei der WM Platz drei belegten, so scheiterten Nicolas Limbach, Max Hartung, Benedikt Wagner und Matyas Szabo am Samstag am Weltranglistendritten Russland, der aufgrund der ersten beiden Plätze im Einzelwettbewerb durch Veniamin Reshetnikov und Nikolai Kovalev als Favorit ins Rennen gegangen war.

Und das äußerst knapp: Im siebten Gefecht gelang es den Deutschen, die anfängliche Führung der Russen auszugleichen und anschließend sogar selbst in Führung zu gehen. Am Ende standen sich Max Hartung und Vize-Weltmeister Nikolai Kovalev gegenüber, der sein Team schließlich mit 45:43 in Halbfinale brachte. Dort setzten sich die Russen mit 45:39 über Korea durch und ließen im Finale auch Rumänien beim 45:38 keine Chance.

Trotz der starken Leistung blieben dem Dormagener Quartett, das mit zwei klaren Siegen (45:13 über Kuwait, 45:26 über Kanada) in den Wettbewerb gestartet war, nur die Gefechte um Platz fünf. Hier setzten sie sich zunächst 45:34 gegen die USA und 45:40 gegen Italien durch. "Wir wussten, dass es gegen Russland schwer wird", meinte Bundestrainer Vilmos Szabo, "danach haben wir uns keine Blöße mehr gegeben. Schade, dass es nur zum fünften Platz gereicht hat."

Ähnlich sah es Sven Ressel: "Das ist bitter, aber nicht enttäuschend. Sie waren nah dran", meinte der Sportdirektor des Deutschen Fechterbundes, "es ist schade, dass sie nicht das Halbfinale erreicht haben, doch sie waren den Russen ebenbürtig, die augenblicklich das Maß aller Dinge sind." Obwohl die Säbelfechter damit erstmals seit 2007 bei einer Weltmeisterschaft ohne Medaille blieben, war Ressel voll des Lobes über die junge Equipe, in der Nicolas Limbach mit 27 Jahren bereits der älteste ist: "Insgesamt ist hier eine tolle Truppe aufgetreten. Die Säbelfechter sind auf einem Niveau, wo sie ganz vorne mitmischen können. Ich gehe davon aus, dass irgendwann in nicht allzu langer Zeit der Knoten platzen wird."

Heute gehen die Titelkämpfe in Budapest mit dem Mannschaftswettbewerb der Frauen zu Ende, in dem in Stefanie Kubissa, Anna Limbach und Sibylle Klemm drei Dormagerinnen am Start sind.

(-vk)