Fechten : Bundestrainer Vilmos Szabo kritisiert Welt-Fechtverband

Am Ruhetag zwischen Einzel- und Mannschafts-Wettbewerb seiner Schützlinge hat Säbel-Bundestrainer Vilmos Szabo am Rande der Weltmeisterschaften  in Budapest den Terminkalender des Fecht-Weltverbandes (FIE) kritisiert: Dass zwischen den Europameisterschaften in Düsseldorf und der WM in Budapest nur gut drei Wochen lagen, sei „nicht normal,“ sagte der Dormagener der Deutschen Presse-Agentur (dpa), vor allem, da beide Turniere „so wichtig“ im Hinblick auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio seien.

Das gilt vor allem für den Mannschafts-Wettbewerb, denn wenn sich das Team für Tokio qualifiziert, sind dort automatisch auch drei Einzelfechter eines Landes startberechtigt. In der Vorrunde am morgigen Samstag treffen die deutschen Säbelfechter zunächst auf Venezuela und dann auf den Sieger aus dem Duell Kanada gegen Chile. Beides lösbare Aufgaben, doch in der Runde der letzten Acht am Sonntag wartet aller Wahrscheinlichkeit nach Russland auf Max Hartung, Benedikt Wagner, Matyas Szabo und Björn Hübner-Fehrer. Das Vordringen unter die besten acht hatte der Bundestrainer im Vorfeld der WM gegenüber unserer Redaktion als „Minimalziel“ angegeben, „sonst wird es in Richtung Olympia eng.“

Nach Platz sechs im Einzelwettbewerb dürfte Max Hartung sein Tokio-Ticket sicher haben. Diese Platzierung sei „nicht schlecht“, sagt Vilmos Szabo, aber „eine Medaille wäre noch besser gewesen.“ Am Abschneiden Hartungs, der „uns und die ganze Fecht-Welt in letzter Zeit verwöhnt“ habe, macht der Bundestrainer seine Terminkritik fest: „Nach diesen Ergebnissen mit Gold für die Mannschaft und Bronze für Max im Einzel brauchst du ein paar Tage, um runter zu kommen. Du weißt nicht, ob du eine Pause machen oder ob du trainieren sollst.“ Mit Blick auf den Team-Wettbewerb fügt er an: „Ich hoffe, die anderen Mannschaften haben die gleichen Probleme.“

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