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Jüchen: FDP will Ladestationen für E-Biker in Jüchen

Jüchen : FDP will Ladestationen für E-Biker in Jüchen

Jüchen soll für Touristen attraktiver werden, besonders für E-Biker. Die Verwaltung plant, Ladestationen einzurichten, etwa auf Schloss Dyck.

Durch Jüchen radeln, ohne den "Saft" zu verlieren: Die Jüchener FDP will die E-Bike-Welle nutzen, um das Gemeindegebiet als touristisches Ziel aufzuwerten. Nach den Vorstellungen von Herbert Altenberg und seinen Partiekollegen sollen an markanten Punkten wie dem Tagebauaussichtspunkt oder Schloss Dyck Ladestationen für Elektro-Fahrräder eingerichtet werden.

Nach dem Vorbild der ersten E-Bike Ladestation im Rhein-Kreis Neuss, bei Bolten (Foto unten), soll auch Schloss Dyck ausgerüstet werden. Foto: NGZ

Altenberg sieht darin mehrere Vorteile: "Damit wird die Gemeinde für Besucher attraktiver", ist der FDP-Fraktionschef überzeugt. Zudem könnten E-Bike-Tankstellen auch ein Anreiz sein, Jüchen überhaupt erst per Elektro-Rad zu erkunden. Und auch die Jüchener selbst könnten von diesen neuen Möglichkeiten profitieren.

Zunächst hatte die FDP im Hauptausschuss vorgeschlagen, dass die Gemeinde Jüchen sich mit 5000 Euro an dem Projekt beteiligen sollte. Norbert Esser signalisierte für den Kooperationspartner CDU auch seine Unterstützung, stellte sogar eine Anschubfinanzierung in Höhe zwischen 1000 und 2000 Euro für das Projekt in Aussicht. Doch nach einer Diskussion einigten sich die Vertreter der Fraktionen auf eine kostenneutrale Lösung. "Man könnte auch versuchen, dafür Sponsoren zu gewinnen", folgte Altenberg einem Vorschlag des SPD-Vorsitzenden Holger Tesmann. Die Liberalen formulierten ihren Antrag um und verzichteten bei der Umsetzung auf finanzielle Hilfe. "Wir hätten uns eine Anschubfinanzierung für die Ladestationen gewünscht, sind allerdings guter Dinge, dass die Verwaltung Sponsoren findet, die uns bei unserem Vorhaben unterstützen. Bei dem Kunstwerk auf dem neuen Kreisverkehr auf der Neusser Straße hat dies schließlich auch funktioniert", meinte Herbert Altenberg.

Bürgermeister Harald Zillikens erläuterte, dass auch er sich bereits mit dem Thema E-Bike-Ladestationen beschäftigt habe. So habe er eine Zusammenarbeit mit der Stiftung Schloss Dyck versucht. "Es hat auch bereits mehrere konkrete Angebote gegeben, die dann aber zurückgezogen worden", schilderte der Verwaltungschef die bisherigen Erfahrungen. Ladestationen für Elektrofahrräder hätten bisher ohne einen finanziellen Eigenanteil der Kommune nicht verwirklicht werden können.

Doch auch Harald Zillikens will dieses Projekt aber nicht aufgeben, sondern weiter verfolgen: "Momentan befinden wir uns in Gesprächen mit verschiedenen Anbietern und auch Vertretern der Stiftung Schloss Dyck", sagte er. Neben dem barocken Schloss sollen auch markante Punkte wie der Tagebau-Aussichtspunkt oder das Jüchener Ladenzentrum an der Kölner Straße mit "Elektro-Tanken" ausgestattet werden. Dafür werde man sich auf die Suche nach Sponsoren machen und das Thema im nächsten Verkehrsausschuss wieder auf die Tagesordnung setzen.

(NGZ/rl)