Fußball : FC Neuss sucht noch ein Zuhause

Lange war es nur ein Gerücht, jetzt hat Daniel Färfers Nägel mit Köpfen gemacht. Weil sein Plan, wieder Einfluss beim VfR 06 Neuss zu bekommen, gescheitert ist, hat der Geschäftsmann kurzerhand einen eigenen Fußballverein gegründet.

In der kommenden Saison möchte er in der Kreisliga C den FC Neuss ins Rennen schicken. "Ich habe die Panik, dass der Fußball in Neuss verloren geht", begründet er. Das Ziel ist hoch: "Ich möchte, dass die Fans irgendwann vielleicht mal nicht mehr Fortuna Düsseldorf auf ihren Autos stehen haben, sondern Neuss.

" Er führt den neuen Klub als Vorsitzender an, sein Stellvertreter ist der beim VfR Neuss kurz vor Saisonschluss als Trainer entlassene Günter Thiele. Und auch der Coach wäre ein alter Bekannter: Wolfgang Bergemann saß schon zweimal auf der Bank der Grün-Weißen. Unter anderem hatte er nach der Insolvenz 2004 gemeinsam mit Jupp Kokesch dafür gesorgt, dass der VfR 06 (zumindest kurzfristig) wieder in ruhigere Fahrwasser gelangt war. Das Problem: Noch hat der FC kein sportliches Zuhause.

"Das Verfahren läuft", erklärt Christian Stoffels vom städtischen Sportamt. "Wir haben im Rahmen der eingeführten Mitverantwortung alle Vereine angeschrieben, ob sie bereit wären, den FC Neuss bei sich aufzunehmen." Färfers schwant nichts Gutes, aber er will kämpfen: "Das ist für mich nämlich eine Herzensangelegenheit." Dirk Sitterle

(NGZ/rl)