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Lokalsport: FC Delhoven will es jetzt wissen

Lokalsport : FC Delhoven will es jetzt wissen

Gruppe A: Der FCD ist der Dauerbrenner bei der Kreishallenmeisterschaft.

Es ist sicherlich die leichtere der beiden Gruppen bei der Endrunde der 29. Kreishallenmeisterschaft. Und dennoch wird die Gruppe A morgen ab 11.30 Uhr in der Gustorfer Großsporthalle mindestens genauso viel Spannung bringen wie die deutlich hochkarätiger besetzte Nachbargruppe.

Das Gute: Einmal in der Endrunde angekommen, wollen es die mittlerweile doch eher hallenscheuen Fußballer jetzt wissen. "Ich gehe davon aus, dass das Niveau deutlich steigt. Das werden tolle Spiele", sagt Coach Artur Koziatek. Mit seiner DJK Hoisten ist er als A-Kreisligist zwar nur Außenseiter, hat sich gegen den Ligakonkurrenten SVG Grevenbroich und die beiden Bezirksligisten FC Delhoven und SV Uedesheim aber trotzdem viel vorgenommen: "Wir sind klarer Außenseiter. Ich glaube aber, dass wir eine richtig gute Truppe haben." Gerade in der Offensive sind die Qualitäten von Swen Rommerskirchen und Simon Erkelentz nicht zu unterschätzen.

Der Dauerbrenner bei der Hallenendrunde heißt FC Delhoven. Als einziger Teilnehmer spielt der FC bereits zum vierten Mal in Folge um den Pokal mit. Nach den Plätzen zwei, drei und drei in den Vorjahren will es Trainer Sascha Querbach nun mehr: "Ist doch klar, dass wir dieses Jahr den nächsten Schritt machen wollen." Die Favoritenrolle nimmt er durchaus an: "Diese Gruppe ist machbar." Bitter: Abwehrmann Claudio Lauricella verletzte sich in der Vorrunde böse an der Schulter und wird nach einer Operation in dieser Saison kein Fußball mehr spielen.

Beinahe sensationell schaffte der SVG Grevenbroich den Sprung in die Endrunde. Im Endspiel gegen den Ligarivalen 1. FC Grevenbroich-Süd ließ sich Genclerbirligi auch von einem 0:4-Rückstand nicht aus der Ruhe bringen, glich unter tosendem Jubel zwei Minuten vor der Schlusssirene aus und qualifizierte sich im Neunmeterschießen erstmals in der Vereinsgeschichte. "Mit uns hat niemand mehr gerechnet. Dass wir selbst so ein Spiel innerhalb von sechs Minuten noch drehen können, zeigt, welche Moral und welcher Willen in der Mannschaft steckt", findet Trainer Erkan Akan. Dementsprechend selbstbewusst geht er ins Turnier: "Ich glaube schon, dass wir da für die nächste Überraschung sorgen können. Wir werden in jedem Spiel 20 Minuten Vollgas geben und dann sehen, was am Ende dabei rauskommt."

Der SV Uedesheim strebt als potenziell bester Gruppenteilnehmer nach 2012 und 2013 den dritten Hallentitel an. "Wir wollen auf jeden Fall ein Wörtchen mitreden, wenn es um die Titelvergabe geht", sagt Trainer Ingmar Putz. Unterschätzen will er seine vermeintlich leichte Gruppe nicht: "Das muss nicht unbedingt ein Vorteil sein, zumal wir dann im Halbfinale ja fast automatisch auf einen Landesligisten treffen würden." Nachvollziehen kann er die Gruppeneinteilung dennoch nicht: "Das ist etwas, was ich einfach nicht verstehe. Warum wird das nicht aufgeteilt, wenn du zwei Landesligisten dabei hast? Das ist doch total unlogisch." In seinem Kader wird es Veränderungen geben: Nachwuchsstürmer Alexander Nuss wird genau wie Torwart Justin Jones nicht dabei sein, beide sind mit der A-Jugend im Niederrheinpokal im Einsatz. Routinier Yasuhito Sunohara fehlt ebenfalls, mit dabei ist dafür allerdings erstmals Neuzugang Markus Hausdörfer. Der Mittelfeldmann war von der SG Kaarst nach Uedesheim gewechselt.

(cpas)