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FC Delhoven als Aufstiegskandidat in der Kreisliga A

Fußball-Kreisliga A : Delhovener trauen sich den Aufstieg zu

Die Fußballer des FC Delhoven ließen sich auch von einem positiven Corona-Test im Team nicht aus dem Tritt bringen. Sie verfügen über viel Offensivpower, agieren aber manchmal zu überheblich.

Die Fußballer des FC Delhoven trotzten einer Corona-Zwangspause und arbeiteten sich bis zur Unterbrechung vor bis auf Platz zwei der Kreisliga A. Das Potenzial ist da, nur die eigene Überheblichkeit steht den Kickern manchmal noch im Weg.

Saisonverlauf Mit zwei Siegen gegen Rosellen (3:2) und Stürzelberg (5:0) ist Delhoven hervorragend in die neue Saison gestartet, doch dann folgte der Corona-Schock. Wegen eines positiven Tests innerhalb des Teams musste „Delve“ zwei Wochen pausieren. Doch dem FCD war die Zwangspause in den folgenden Begegnungen nicht anzumerken. Es folgten Siege zwei Siege. Doch nach den Unentschieden gegen Vorst (3:3) und im Derby gegen Nievenheim (1:1) setzte es gegen den VfR Neuss die erste Niederlage (3:4) gegen den VfR Neuss. Zum Abschluss lief es dann gegen Kaarst (6:1) und Grevenbroich-Süd (8:4) wieder. Das bedeutet derzeit Platz zwei, bei einem Punkt Rückstand auf den SC Grimlinghausen, aber auch einer Partie weniger auf dem Konto.

Das war gut Besonders gut hat Trainer Andreas Gödderz in den bis dato gespielten Begegnungen die Durchschlagskraft seiner Truppe gefallen. Felix Frason führt mit 13 Treffern die Torschützenliste der Liga an. Mit insgesamt 40 Toren ist Delhoven mit Abstand das offensivstärkste Team. Zum Vergleich: Auf Platz zwei liegen in dieser Kategorie der SV Rosellen und Kapellen II mit jeweils 28 Treffern. „Wir haben mit Roman Albrecht und Mike Penski ein gut eingespieltes Mittelfeld und entwickeln über die schnellen Außen viel Offensivpower“, lobt Gödderz. Auch mit der Defensive und mit seinen beiden Keepern Pierre Nußbaum und Kevin Müller (beide 5 Spiele) ist er sehr zufrieden.

Das war schlecht Böse aufgestoßen sind Coach Gödderz die Punktverluste gegen Nievenheim, Vorst und den VfR Neuss. Gegen Vorst führte sein Team gleich dreimal, aber verspielte jeweils die Führung. „Da kommt dann der Gedanke rein: ‚Wir machen das schon irgendwie‘. Diese Überheblichkeit hat uns Punkte gekostet. Gegen Vorst konnten wir froh sein, dass wir noch 3:3 gespielt haben“, sagt Gödderz und erklärt: „Das haben wir uns selbst zuzuschreiben.“ Nicht gut gefallen hat ihm zudem das Verhalten bei Standards. „Das standen wir teilweise mit runtergelassener Hose da“, bemängelt er das Verhalten seiner Spieler in diesen Situationen.

Personalien Bis auf Pascal Lopez kann der FC Delhoven seine Truppe auch über den Winter zusammenhalten. In Niklas Nepp könnte Gödderz einen neuen Torjäger entdeckt haben. Nepp ist gerade erst 18 Jahre alt geworden, kam aber schon achtmal zum Einsatz und erzielte bereits zwei Treffer für den FC Delhoven. Für Max Ohm kommt die Pause recht gelegen, der Angreifer zog sich schon im September einen Mittelfußbruch zu. Neuzugänge wird es vorerst nicht geben.

Ausblick Andreas Gödderz vermutet, dass nur die Hinrunde der laufenden Saison zu Ende gespielt wird und dass es vor März 2021 nicht wieder losgeht. Dann sei es wohl entscheidend, welches Team in der Corona-Pause am meisten an der Fitness gearbeitet habe. Spielerisch könne man sich kaum verbessern. Sein Team habe das Potenzial, um in die Bezirksliga aufzusteigen. Die großen Brocken hat Delhoven bereits hinter sich. In Gestalt der SVG Grevenbroich und des SC Grimlinghausen stehen in den ausstehenden Spielen der Hinrunde nur noch zwei größere Aufgaben auf dem Programm.