Jüchen: Evangelische Christen: Europatreffen in Jüchen

Jüchen : Evangelische Christen: Europatreffen in Jüchen

Zum jährlichen Fest des Gustav-Adolf-Werks (GAW) erwartet der evangelische Pfarrer Horst Porkolab im Juni Gäste aus 44 Gemeinden.

"Interessante Begegnungen mit unseren Gästen aus Italien, Rumänien und Polen" — das versprechen sich Ulrike Veermann, Pfarrerin und Vorsitzende des "Gustav- Adolf-Werks" Rheinland, sowie Horst Porkolab, Synodalbeauftragter für den Kirchenkreis Gladbach-Neuss und Hausherr in der evangelischen Kirchengemeinde Jüchen, ab Freitag, 14. Juni: Dann beginnt im Kirchenkreis Gladbach-Neuss das Jahresfest des Gustav-Adolf-Werks — und die zentrale Veranstaltung findet zum ersten Mal in der kleinen, etwas versteckt gelegenen Hofkirche am Jüchener Markt statt. "Nicht alle Tage haben wir Repräsentanten von Kirchen aus Europa in unserem Hinterhof", meint Horst Porkolab (51) mit einem Lächeln. Bereits seit zwei Jahren wird dieses Treffen vorbereitet.

Vergleichbar mit der Caritas in der katholischen Kirche, kümmert sich das Gustav-Adolf-Werk (GAW) als ältestes Hilfswerk um die Belange von protestantischen Gemeinden. Sein Ziel: Aufbauprojekte, soziale Aufgaben und Bauvorhaben zu unterstützen. Dies sei besonders dort notwendig, wo evangelische Gläubige zur Minderheit gehören, erläutert Horst Porkolab. Ein Beispiel: das beschädigte Kirchendach einer italienischen Waldensergemeinde, um dessen Reparatur sich die kleine Gemeinschaft allein nicht kümmern könne. Dies sei ein typischer Fall für das Gustav-Adolf-Werk.

Insgesamt 44 Gemeinden aus Europa, Teilen Asiens und Lateinamerikas gehören zum GAW; jedes Jahr treffen sich Delegationen an einem anderen Ort. Am Freitag, 14. Juni, beginnt das Treffen im Kirchenkreis Gladbach-Neuss mit Gästen aus der Gemeinde Pasym in Polen, aus der Gemeinde Schäßburg im rumänischen Siebenbürgen sowie aus den Waldensergemeinden im italienischen Coleffero und Ferentino.

"Zudem erwarten wir Stipendiaten aus Brasilien", sagt Horst Porkolab. Besonders wichtig sei ihm, der selbst aus Siebenbürgen stammt und seit 15 Jahren mit seiner Familie in Jüchen lebt, der Austausch mit den Partnergemeinden. Porkolabs Erfahrung: "Manchmal ist der Glaube in einer ärmeren Gemeinde lebendiger als in einer mit festen Strukturen."

Was der evangelische Pfarrer sich außerdem wünscht: "Dass möglichst viele Menschen unsere Einladung zum ,Abend der Begegnung' annehmen werden." Superintendent Hermann Schenck und er selbst werden die Gäste begrüßen. Sie sollen sich anschließend selbst vorstellen. Zur Stärkung ist ein "trinationaler Imbiss" geplant. Auch am Sonntag, 16. Juni, wird einer der Gottesdienste im Kirchenkreis in der Hofkirche stattfinden: Gestalten wird ihn um 10.15 Uhr Dekan Johannes Halmen. Weitere Gottesdienste sind in Kirchherten, Mönchengladbach, Oberembt und Norf geplant. Mit dem Reisesegen versehen, werden die Gäste dann die Heimfahrt antreten.

(NGZ/ac)