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Europapokal für U19 der Crash Eagles Kaarst

Skaterhockey : Nächster Europapokal geht nach Kaarst

Der Skaterhockey-Nachwuchs der Crash Eagles Kaarst sorgt weiter für Furore auf dem Kontinent. Nach den guten Ergebnissen der U13 und der U16 legte jetzt die U19 nach. In der Schweiz setzte sie sich die europäische Krone auf.

Die Jugendabteilung der Crash Eagles Kaarst kommt aktuell gar nicht mehr aus dem Feiern heraus. Erst gewann die U13 Ende Mai beim Turnier in Krefeld den Europapokal, dann folgte Ende Juni in der heimischen Stadtparkhalle für die U16 der zweite Platz unter den besten Mannschaften des Kontinents und nun ein weiterer Europapokal-Triumph durch die U19 der Eagles. Sie bissen sich beim harten Turnier in der Schweiz durch und schlugen im Endspiel in einem wahren Krimi die Gastgeber vom SHC Rossemaison mit 5:4. Klar, dass der Jubel anschließend keine Grenzen kannte.

Auch Vorsitzender Georg Otten bekam das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht. Für ihn sind die Erfolge der Lohn für die harte Arbeit der vergangenen Jahre. „Bekannterweise ist der Nachwuchs der zentrale Bestandteil der Crash Eagles, denn hier werden die Bundesligaspieler von morgen ausgebildet“, sagte er und fuhr mit Blick auf die tollen Vorstellungen auf europäischer Ebene fort: „Daher muss man sich um die Zukunft der Crash Eagles absolut keine Sorgen machen.“ Dafür spricht auch die aktuelle Mitgliederzahl von 418, was im Vergleich zu 2013 eine Verdoppelung der aktiven Mitglieder ist.

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Dass auch das Turnier in der Schweiz zum einem Triumphzug für die Kaarster werden würde, danach sah es zunächst nicht aus. Denn der Start verlief überaus zäh. Die jüngste Mannschaft im Feld tat sich in der Vorrunde jedenfalls mächtig schwer. Nachdem die Eagles gegen die Dragons Heilbronn fast noch einen 3:0-Vorsprung verspielt und knapp 3:2 gewonnen hatten, kassierten sie gegen Rolling Aventicum aus Avenches eine 0:3-Schlappe. Gegen den SHC Lechelles reichte es zu einem 2:1-Sieg, so dass das abschließende 4:4 gegen Lugano genügte, um als Gruppendritter den Sprung ins Viertelfinale zu schaffen.

In der K.o.-Phase waren die Eagles dann aber im Turnier angekommen. Gegen den SHC Ajoie aus der Schweiz, den Zweiten der Gruppe A, schoss die Mannschaft von Trainer Marcus Drücker einen 3:2-Erfolg heraus, der sich knapper anhört, als er tatsächlich war. Eigentlich hätte die starke Leistung ein deutlicheres Ergebnis zur Folge haben müssen. Danach sah es zunächst im Halbfinale aus, als die Kaarster gegen die hart spielende Mannschaft Sayaluca Lugano aus dem Tessin bereits scheinbar sicher mir 5:2 in Führung lag, es aber noch mal spannend machte. Doch die Schweizer kamen nur noch auf 4:5 heran, so dass Endspiel erreicht war. „Nach dem schwachen Start ins Turnier und der Spielstärke der Konkurrenz war damit nicht unbedingt zu rechnen“, stellte Georg Otten klar. Der letzte Gegner war dann Gastgeber SHC Rossemaison, der die Bissendorfer Panther in der Vorschlussrunde klar mit 7:2 ausgeschaltet hatte. Das Finale in der mit 700 Zuschauern prall gefüllten Halle war nichts für schwache Nerven. Nach einem ausgeglichenen Start, bei dem Nico Scholten und Jan Jewansinski für das zwischenzeitliche 2:2 sorgten, sah es nach 24 Minuten so aus, als seien die Gastgeber sicher auf der Siegerstraße. Gerade hatten sie das 4:2 erzielt und die Schweizer Fans peitschten ihre Mannschaft leidenschaftlich nach vorne. Doch diese Stimmung verleitete Rossemaison offenbar dazu, zu offensiv zu spielen. Das nutzte Kaarst, um durch Bennet Otten und Dean Jacobs auszugleichen (28.), was beim Gegner für völlige Verunsicherung sorgte. So konnte Bennet Otten sogar noch das 5:4 erzielen, anschließend brachten die Kaarster den Vorsprung über die Zeit. Der Rest war Freude pur.