Lokalsport: Es wird einfach nicht leichter für den VdS

Lokalsport: Es wird einfach nicht leichter für den VdS

Nach der Serie gegen die drei Topklubs der Fußball-Landesliga geht es für Nievenheim heute gegen ganz starke Rather.

Velbert (3. Platz), Meerbusch (1.) und Nettetal (2.) - Spiele gegen die High Society der Fußball-Landesliga, mag so mancher Experte gedacht haben, die Trainer Michele Lepore in erster Linie dazu dienten, um seine neue Truppe kennenzulernen. Dass es dabei für den VdS Nievenheim trotz ansprechender Leistungen keine Punkte gab, schien egal, denn erst jetzt kommen ja die Partien, die dem ehemaligen Oberligisten die im Kampf um den Klassenverbleib dringend benötigten Zähler bringen sollen.

Das Problem: Im Rather SV stellt sich heute Abend (Anpfiff 19.30 Uhr) ein Gegner an der Südstraße vor, zu dem die Opferrolle so gar nicht passt. Die Jungs von Trainer Andreas Kusel gewannen zuletzt siebenmal in Folge - und das fast ausschließlich gegen Teams, für die "Alarmstufe Rot" gilt. Die Mannschaft um die Ex-Kapellener Talha Demir (schon elf Treffer in dieser Saison) und Derman Disbudak (4) greift mittlerweile sogar die Top 5 an, ist nur noch einen Punkt vom schwächelnden SCK entfernt. Deshalb vermag Lepore auch überhaupt nicht nachzuvollziehen, warum seinen Schützlingen nun alles leichter von der Hand gehen sollte. "Klar, wir haben zuletzt gegen drei Mannschaften mit ganz, ganz großem Niveau gespielt, aber ich sage: Jetzt kommen die schweren Spiele, jetzt kommen die Gegner, die sehr, sehr unbequem sind. Jedem muss bewusst sein: Diese Spiele werden mindestens genauso schwer wie die Spiele gegen Meerbusch, Nettetal und Velbert." Trotzdem fährt er zweigleisig, das bedeutet: Natürlich sollen Punkte aufs Konto - und das möglichst schnell. "Wir müssen jedes Spiel als Endspiel sehen." Aber dabei heiligt für ihn der Zweck nicht die Mittel. "Wir wollen uns als Mannschaft weiterentwickeln. Nur wenn uns das gelingt, wenn wir guten Fußball zeigen, hat das einen nachhaltigen Effekt, dann punkten wir langfristig."

Erste Ansätze hat er bereits erkannt. "Ich habe von der Mannschaft in den letzten drei Spielen auch viel zurückbekommen. Sie ist heiß und sehr lernwillig." Positiv vermerkt er die Aufholjagd von 1:4 auf 3:4 gegen Meerbusch. Am Sonntag in Nettetal stand es bis eine Minute vor Schluss 1:1-Unentschieden, "ehe uns ein nicht korrekt ausgeführter Freistoß des Gegners um den verdienten Lohn unserer Arbeit gebracht hat."

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Allerdings ist auch ihm bewusst, immer nur nah dran zu sein, ist auf Dauer nicht genug. Darum fordert er für das Duell mit Rath: "Das ist eine immens große Aufgabe, aber es gibt keine Ausreden." Der VdS muss abliefern, schließlich trennen ihn vom 1. FC Viersen (zwei Spiele weniger) auf Platz 15 nur noch vier Punkte. Eine beunruhigende Nähe für ein Team, dass in den zurückliegenden elf Partien nur vier Zähler (3:0-Sieg in Heiligenhaus im letzten Match unter der Regie von Sascha Querbach, 1:1 gegen Amern noch in 2017) aufs Konto gebracht hat.

Immerhin kann Lepore nach der Rückkehr von Daniel Dünbier seine Bestformation aufs Feld schicken.

(NGZ)