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Hockey: Es gibt noch viel zu tun für SW Neuss

Hockey : Es gibt noch viel zu tun für SW Neuss

Die Hockey-Damen des HTC belegten beim hochkarätig besetzten Turnier um den Bonfiglioli-Cup nur den letzten Platz

Das hat der HTC Schwarz-Weiß Neuss nun davon. Da lädt er sich zu seinem Hallenturnier um den Bonfiglioli-Cup die Crème de la Crème des deutschen Hockeysports ein — und geht dann komplett leer aus: Die Herren, die die beiden vorangegangenen Auflagen noch gewonnen hatten, wurden Vierter, die Damen nach vier Niederlagen wie im Vorjahr Letzter.

Stephan Busse, Manager der Neusser Herren, war trotzdem zufrieden. "Ich hoffe, Bonfiglioli hält sein Engagement aufrecht, denn so viele Turniere auf diesem Niveau gibt es in Deutschland nicht." Die verpasste Titelverteidigung grämte Trainer Andreas Bauch darum auch nicht sonderlich. "Wir haben gesehen, woran wir bis zum Start der Hallensaison in zwei Wochen noch arbeiten müssen." Im wegen der Ausfälle von Patrick Joseph und Kapitän Gregor Steins neuformierten Abwehrblock machten Ivo Otto, Thomas Zilkens und Alex Schmitz schon einen guten Job, Fehler passierten vor allem im Spielaufbau.

"Da haben wir den Gegner zu Kontern eingeladen", monierte Bauch. Topteams wie der Crefelder HTC, gegen den die Neusser mit dem in der Halle eigentlich nicht eingesetzten Pakistani Abbas Haider knapp mit 6:7 verloren, der Deutsche Meister RW Köln (5:8) und der spätere Turniersieger Mannheimer HC (5:12) bestrafen derlei Nachlässigkeiten natürlich sofort.

Im letzten Spiel gelang den Gastgebern, die in Philipp Weide (Mittelhandfraktur) einen ihrer besten Akteure nur sporadisch einsetzten, immerhin ein 9:6-Erfolg über den Münchner SC. In weiteren Testspielen tritt Schwarz-Weiß am Donnerstag (20 Uhr) beim Zweitligisten Kahlenberger HTC und am Samstag (17 Uhr) beim Düsseldorfer HC an.

Den ganz und gar ertraglosen Einsatz seiner Mädels registrierte der Neusser Trainer Simon Starck natürlich ungern, "wir hatten schon gehofft, erfolgreicher mitmischen zu können", Grund zur Sorge sah er indes nicht: "Klar, die vielen individuellen Fehler dürfen uns in der Liga nicht mehr passieren, aber die große Katastrophe ist das jetzt auch wieder nicht." In den Vergleichen mit Mannschaften, die allesamt das Zeug für den Vorstoß ins Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft haben, stand der HTC nur beim 2:9 gegen den amtierenden Champion und Turniersieger RW Köln auf verlorenem Posten. In den Duellen mit dem Mannheimer HC (3:6) und dem TSV Mannheim (4:7) hätten seine Schützlinge, befand Starck, lange auf Augenhöhe agiert.

"Aber wir haben das Tor nicht getroffen und sind dann in eine Abwärtsspirale geraten." Dass auch das letzte Match gegen München mit einer Niederlage endete (5:8), sei dagegen einfach nur Pech gewesen, versicherte er: "Das war unser bestes Spiel im Turnier — das hätte auch andersherum ausgehen können."

Am Donnerstag empfangen die Neusserinnen in der Stadionhalle den HC Essen (20 Uhr), in der Woche darauf fungiert die männliche Jugend A des HTC als Testgegner.

(NGZ/rl)