Schwimmen : Es geht auch ums WM-Ticket

Insgesamt 18 Aktive aus dem Rhein-Kreis Neuss gehen ab heute bei den Deutschen Meisterschaften im Schwimmen in Berlin an den Start. Im Rahmen der "Schwimmwoche" sind dabei nicht nur die Athleten in der offenen Klasse gefordert, sondern auch die in den Junioren- und Jugendjahrgängen. Durch die Integration des Schwimm-Mehrkampfes in die nationalen Titelkämpfe schnuppern in Berlin auch die ganz jungen Aktiven (Jahrgang 1999) erste DM-Luft.

Aus den Reihen des TSV Bayer Dormagen haben 13 Aktive 37 Meldungen abgegeben, darunter auch die Hoffnungsträger auf Medaillen in der offenen Klasse, Elisa Thimm, 2009 und 2010 Deutsche Kurzbahnmeisterin über 1500 Meter Freistil, und Christoph Fildebrandt, 2009 und 2010 jeweils DM-Dritter über 50 Meter Freistil. Thimm startet in Berlin über 400, 800 und 1500 Meter Freistil, Fildebrandt über 50, 100 und 200 Meter Freistil.

Letzterer liebäugelt mit einer Qualifikation für die Weltmeisterschaften in Shanghai (16. bis 31. Juli). Zur WM-Nominierung vorgeschlagen werden vom Deutschen Schwimm-Verband (DSV) aber nur Athleten, die bei der DM im Finale die Plätze eins oder zwei erreichen und dabei die Norm unterbieten. Und die liegt auf allen Strecken weit unter den persönlichen Bestzeiten des Schützlings von Trainer Jürgen Schmitz. So muss der Freistilspezialist über 50 Meter Freistil 22,02 Sekunden schwimmen (Bestzeit 22,51), über 100 Meter Freistil 48,59 Sekunden (49,81). Verpasst Fildebrandt die Normen trotz Gold oder Silber, kann er aber immer noch auf einen Staffelstartplatz in China hoffen.

Seine Mannschaftskameradin Elisa Thimm hat primär die Jugend-Weltmeisterschaften in Lima (16. bis 21. August) im Visier. Die Normen für Shanghai indes sind für die Schülerin aus Rommerskirchen kaum zu erfüllen. Neben Thimm und Fildebrandt springen in Berlin für den TSV Bayer noch Marco Antona, Ruben Böckmann, Pia Geratz, Sina Klein, Florian Kohnenmergen, Wladi Petrov, Christopher Reichelt, Nils Rötgers, Helena Runo, Niklas Waldi und Franziska Zapke ins Wasser.

Aus Sicht der SG Neuss ruhen die Hoffnungen auf dem siebzehnjährigen Philip Lücker, der auf insgesamt sieben Strecken gemeldet hat: 50, 100 und 200 Meter Schmetterling, 200 und 400 Meter Lagen sowie 50 und 100 Meter Rücken. Lücker schwimmt in Berlin nicht nur um Medaillen, sondern auch um eines der begehrten Tickets für die Jugend-Europameisterschaften in Belgrad (6. bis 10. Juli). Fabian Franken und Adrian Nauroth sind jeweils fünf Mal im Einsatz, Katy Schlüter drei Mal und Luca Wenke ein Mal. Lukas Vellen startet im Schwimm-Mehrkampf. "Ich bin sehr gespannt, was die Mannschaft in Berlin leisten kann. Sie haben in den letzten zwei Wochen nach unserem Trainingslager gezeigt, dass sie sehr leistungsstark sind. Jetzt müssen sie dies in Berlin optimal umsetzen", erklärt Trainerin Gisela Hug.

(NGZ)