Handball : Ein Saisonauftakt mit Überraschungen

Am ersten Spieltag der Zweiten Handball-Bundesliga bleiben die beiden Erstliga-Absteiger sieglos.

Der TSV Bayer Dormagen darf sich zumindest bis Freitagabend über die Tabellenführung in der Zweiten Handball-Bundesliga freuen – dann beginnt mit vier Partien der zweite Spieltag, an dem der „Spitzenreiter“ erst am Sonntag ab 17 Uhr beim HSV Hamburg ins Geschehen eingreift.

Fast wären die Bayer-Handballer den ersten Tabellenplatz bereits am Sonntagabend los gewesen, denn der ASV Hamm-Westfalen lag in seinem Gastspiel bei der SG Bietigheim streckenweise mit zehn Toren Unterschied in Führung. Am Ende setzten sich die Gäste „nur“ mit 27:18 (Halbzeit 15:9) durch und sorgten so dafür, dass gleich beide Erstliga-Absteiger zum Start in der neuen Umgebung sieglos blieben. Denn der VfL Gummersbach kam im Duell der Altmeister vor 3211 Zuschauern (!) nicht über ein 25:25 (Halbzeit 12:10) gegen TuSEM Essen hinaus. Für Gummersbachs Trainer Torge Greve, am Freitag zu Gast bei seinem Ex-Verein VfL Lübeck-Schwartau, war die Partie ein „Beleg dafür, welches Potenzial in dieser Zweiten Liga steckt.“ Den letzten Gleichstand aus Sicht der Essener erzielte der Ex-Korschenbroicher Justin Müller vier Sekunden vor dem Schlusspfiff.

Hinter Dormagen und Hamm folgt Lübeck auf Rang drei, das sich bei der HSG Krefeld vor nur 717 Zuschauern mit 24:16 (Halbzeit 11:9) durchsetzte. Viel mehr als die Auftaktniederlage gegen einen der Aufstiegsfavoriten schockte den Neuling die noch nicht genau diagnostizierte Knieverletzung von Linksaußen Max Zimmermann, die sich der Ex-Korschenbroicher gleich im ersten Angriff zuzog. Die anderen beiden Aufsteiger machten es knapper: Die HSG Konstanz musste sich beim TV Hüttenberg, der zur Pause bereits 14:10 geführt hatte, nur mit 23:24 geschlagen geben. Und der ThSV Eisenach lag im „Ost-Duell“ beim HC Elbflorenz lange in Führung, bevor die Dresdener das Spiel in einen 28:26-Sieg drehten.

Für eine Überraschung sorgte auch der nächste Gegner des TSV Bayer Dormagen: Der HSV Hamburg drückte der Partie beim TuS Ferndorf von Beginn an seinen Stempel auf und gewann mit 28:21. „Das ist jetzt ein echtes Spitzenspiel“, sagt Bayer-Trainer Dusko Bilanovic mit Blick auf Sonntag augenzwinkernd.

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