Erster Lauf zur Junioren-DM im Moto-Cross in Grevenbroich

Moto-Cross : Gianluca Ecca nimmt Kurs auf den Titel bei der Junioren-DM

(-vk) Ein Lokalmatador hat beim ersten Wertungslauf um die Deutsche Junioren-Meisterschaft – früher Klasse MX2 (250 ccm) genannt – die Akzente gesetzt. Denn Gianluca Ecca, für den MSC Grevenbroich startend und seit zwei Jahren in Gustorf wohnend, beherrschte das Rennen am Ostersonntag auf der Königshovener Höhe beinabe nach Belieben.

Der 22-Jährige fuhr nicht nur die schnellste Zeit im freien Training und im Zeittraining, er gewann auch beide Wertungsrennen und setzte sich damit in der Gesamtwertung vor dem als Gaststarter ins Rennen gegangenen Kanadier Kade Walker und Pit Rickert durch. „Ich bin sehr happy. Es hat alles super geklappt und ich habe mich zu jedem Zeitpunkt sehr wqohl auf dem Motorrad gefühlt,“ gab der Sieger im Nachhinein zu Protokoll. Dabei hatte sich Ecca erst kurzfristig für einen Start bei der Junioren-DM (nur Teilnehmer bis zur Vollendung des 25. Lebensjahes startberechtigt) entschieden: „Wir haben uns kurzfristig entschieden, diese Meisterschaft zu fahren, da ich normalerweise in der großen Klasse bis 450 Kubikzentimeter starte,“ sagt Ecca, der auch erst vier Tage vor dem Rennen die passende Maschine erhielt. „Dadurch konnte ich nur ein Mal trainieren. Es war schon eine Umstellung, aber die Sandstrecke hier liegt mir super. Nun möchte ich auch um den Deutschen Meistertitel kämpfen,“ kündigt der Gustorfer an.

Dessen Überlegenheit auch Vincent Gallwitz anerkannte. Der letztjährige DM-Dritte vom MSC Grevenbroich ging gesundheitlich angeschlagen ins Rennen und war so mit seinem vierten Platz in der Gesamtwertung zufrieden. „Ich war nach Platz drei im ersten Lauf körperlich total am Ende und habe schon überlegt, im zweiten Lauf gar nicht zu starten. Aber ich wollte noch ein paar Punkte holen,“ sagte Gallwitz. Und fügte mit Blick auf seinen siegreichen Vereinskollegen an: „Gianluca war für uns heute alle nicht zu bezwingen, er ist ohnehin ein super Sandfahrer.“ Der dritte Grevenbroicher, Ben Gosepath, konnte den zweiten Lauf nicht beenden, platzierte sich aber trotzdem noch auf Rang 17 der Tageswertung. Der MSC Grevenbroich zeigte sich aber nicht nur im Fahrerfeld, sondern auch als Veranstalter von seiner besten Seite. „Wir haben die Strecke und das Gelände neu gestaltet und versucht, den Kurs trotz der anhaltenden Trockenheit für Fahrer und Zuschauer in einen optimalen Zustand zu versetzen,“ wusste Pressesrecher Günter Becker zu berichten. Immerhin waren fünfzig Fahren aus dem gesamten Bundesgebiet zum ersten Lauf der Deutschen Meisterschaft gekommen – und unter die Zuschauer mischte sich auch der Grevenbroicher Bürgermeister Klaus Krützen. Der nächet DM-Lauf wird am 1. Mai in Kamp-Lintfort ausgetragen.

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