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Korschenbroich: Erste Orgelwoche mit neuem Kantor

Korschenbroich : Erste Orgelwoche mit neuem Kantor

Die Internationale Orgelwoche geht in die 36. Runde. Zum ersten Mal übernimmt GdG-Kantor Martin Sonnen (32) die künstlerische Leitung. Der Kirchenvorstand bewilligte im Eilverfahren 10 000 Euro für einen neuen Orgel-Motor.

Gestern war Martin Sonnen gleich mehrfach auf der Orgelempore in der Korschenbroicher Pfarrkirche anzutreffen. Für den GdG-Kantor ist es die erste Internationale Orgelwoche mit Wettbewerb, die er zu verantworten hat. "Ich bin mir durchaus der überregionalen Bedeutung dieser Veranstaltungsreihe bewusst. Ich möchte einfach, dass alles perfekt abläuft", sagt Sonnen. Und so ist es auch seiner Initiative zu verdanken, dass die Andreas-Orgel noch in der vergangenen Woche mit einem neuen Motor ausgestattet wurde.

Der Kirchenvorstand bewilligte im Eilverfahren die Investition von gut 10 000 Euro. "Wir wollten als Mitveranstalter der Internationalen Orgelwoche wirklich nichts riskieren", betont Sonnen. Der Motor war zunächst für 30 Register ausgerichtet und wurde mit der Orgel 1953 auf der Empore installiert. Seither wurde die Klais-Orgel aber mehrfach umgebaut und auch erweitert. Mittlerweile verfügt sie über mehr als 50 Register. Sonnen: "Die anhaltenden Geräusche deuteten schon länger auf einen Lagerschaden hin."

Jetzt ist der GdG-Kantor erleichtert. Der Motor ist neu, auch wenn er zu Wochenbeginn noch nicht optimal funktionierte. "Der Orgelbauer Martin Scholz wird das Problem rechtzeitig lösen", gab sich Sonnen gestern zuversichtlich. Was ihn beruhigt: Der Fachmann wohnt in Gladbach, also direkt vor der Türe. Und auch die Wettbewerbsteilnehmer reisen erst ab Samstag an.

Nicht nur für Martin Sonnen, auch für Manfred Baum ist die Orgelwoche etwas Besonderes: "Wir erreichen mit dieser Konzertreihe Musikfreunde aus ganz Deutschland." Bereits im dritten Jahr ist die Veranstaltungsreihe von September auf März vorgezogen. "Der Termin hat sich bewährt", erklärt der Kulturamtsmitarbeiter.

Für Baum war die Terminverschiebung die richtige Entscheidung: "Im Herbst gibt es viele Orgel-Festivals, die sind für uns jetzt keine Konkurrenz mehr." Und noch eines stellt er mit Blick auf den achten Orgelwettbewerb heraus: "Die Musikstudenten haben im März vielfach Semesterferien." Insgesamt hatten sich 28 Teilnehmer aus sieben Nationen für den Wettbewerb beworben.

Zwölf von ihnen — sieben Männer fünf Frauen — bekamen den Zuschlag. Sie werden sich ab Dienstag in der Andreas-Kirche um den Einzug ins Finale am 16. März bewerben. Jüngster Teilnehmer ist mit 24 Jahren der Pole Lukasz Mosur, die jüngste Teilnehmerin ist mit 24 Jahren die Österreicherin Bettina Leitner.

Bereits am Sonntag, 10. März, wird Martin Sonnen das Auftaktkonzert um 17 Uhr in St. Andreas gestalten. Mit großen Namen wie Wolfgang Seifen, Titularorganist aus Berlin, und Jean-Paul Imbert, Titularorganist von Notre-Dame Paris, wird die Orgelwoche am Mittwoch und Freitag, jeweils um 19.30 Uhr, fortgesetzt. Das Abschlusskonzert mit Preisverleihung wird von Stefan Schmidt (Würzburg) am Sonntag, 17. März, 17 Uhr, gestaltet.

(NGZ/rl)