Erste Niederlage für den Hengst Simon de Vlieger.

Galopp : Der unglückliche Ritt von Andrasch Starke

Galopp: Erste Niederlage für den Hengst Simon de Vlieger beim vierten Start in dieser Saison.

Wenn Rennpferde mit ihren Jockeys sprechen könnten, dann hätte der vierjährige Hengst Simon de Vlieger mit seinem Reiter Andrasch Starke schon während des Rennens am Sonntag in Dortmund kräftig geschimpft. Der Championjockey dirigierte den Hengst mit den mächtigen Galoppsprüngen auf der Zielgeraden schon sehr früh an die enge Innenseite des Geläufs, wo sich der 16:10-Wettfavorit aus dem Stall von Trainer Axel Kleinkorres aus Neuss sichtlich unwohl fühlte. Zudem war das Geläuf dort in keinem guten Zustand. Alle Rennen danach wurden an der Außenseite gewonnen. Das war auch bei Simon de Vlieger das Rezept für die Erfolge.

Überraschend verlor deshalb der Hengst aus dem Gestüt Görlsdorf am Ende noch klar erkennbar gegen den 108:10-Außenseiter Manipur, den Maxim Pecheur resolut zum Erfolg ritt. Es war die erste Niederlage für den nach einem niederländischen Maler getauften Hengst beim vierten Start in dieser Saison. Eigentlich sollte das Rennen in Dortmund nur der Aufgalopp für die Europa-Gruppe II-Meilen- Trophy am 15.Juli in Köln werden. Axel Klerinkorres: „Das werden wir jetzt auslassen. Er bekommt ein bisschen Ruhe. Andrasch ist später noch zu mir gekommen, er wusste wohl, dass es kein guter Ritt von ihm war.“ Starke gewann drei Rennen an diesem Tag, die Championatswertung führt er mit 41 Siegen vor Maxim Pecheur mit 31 Erfolgen klar an.

Am Freitag um 15.30 Uhr beginnt in Hamburg-Horn die Derbywoche mit sieben Renntagen. Zum Auftakt stehen vier Galopp-und vier Trabrennen auf dem Programm. Der Kleinkorres-Stall wird mit maximal sieben Pferden ins Geschehen eingreifen. Am Samstag mit Mr. Murphy, Southern Cross und Sonnensturm. Später dann mit Rich Roofer, Shoshoona, Mood Indigo und Sakima. Dessen Besitzerin Caroline Schlicht kann dann ihr Pferd auch einmal in der Nähe ihres Wohnortes Timmendorfer Strand laufen sehen. Axel Kleinkorres wird alles dafür tun, Pferderennen doch einmal zu einem Wunschkonzert zu gestalten. Im Vorjahr gelang Kleinkorres in Hamburg sogar ein Sieg im Europa-Gruppe-Rennen mit dem Hengst Matchwinner. Der ist inzwischen sechsstellig an das Adelresort nach Kevelaer verkauft. Für das gleiche Rennen hat ihn sein neuer Besitzer zumindest wieder gemeldet. Auch ohne Matchwinner will Kleinkorres das Meeting nicht sieglos verlassen. Allein die anregenden Gespräche nach der Siegerehrung in der „Schluckbude“ mit HRC-Vize Albert Darboven über Kaffeepreise und Rennpferde sind das Gewinnen dort wert.

Mehr von RP ONLINE