Erftflitzerlauf in Holzheim sorgt für Spaß

Leichtathletik: Beim Erftflitzer steht Spaß im Vordergrund

Die 367 Teilnehmer bedeuten einen neuen Rekord für den familienorientierten Holzheimer Lauf.

Läufe, bei denen es richtig zur Sache geht, gibt es genug in der Umgebung. Deswegen ist Georg Goeke froh, dass er und sein Organisatorenteam von der Holzheimer SG mit dem „Erftflitzer“ ihre Nische längst gefunden haben: „Bei uns geht es nicht so ernsthaft zu wie auf anderen Veranstaltungen. Der Spaß und die Familie stehen hier im Vordergrund.“ Das sieht man dem bunten Treiben auf der Johann-Damen-Anlage an diesem sonnigen Freitagnachmittag auch an. 367 gutgelaunte Teilnehmer bedeuten bei der 26. Auflage des kleinen Laufs im Neusser Südwesten eine neue Bestmarke.

Am vollsten ist es dabei direkt zu Beginn, als die Bambini und die U10-Schülerinnen und -Schüler auf die Strecke gehen. Angefeuert von frenetischen Eltern spurten die Kleinsten um die Wette, gut 120 Kinder sind bei den beiden Startläufen auf der Strecke unterwegs. „Man hört ja, was hier los ist“, sagt Goeke. Sein Geheimrezept für eine gelungene Veranstaltung ist dabei übrigens nicht nur der Lauf, sondern die anschließende Tombola, bei der für jeden Läufer ein kleiner Gewinn dabei ist. „Ich habe manchmal das Gefühl, die Tombola ist den Kindern wichtiger als der Lauf“, sagt Goeke lachend.

Schon ernster wird es anschließend beim Lauf der U12, U14 und U16, hier hat der Deutsche Leichtathletik Verband schließlich ehrgeizige Ziele. „Die wollen keine Sprinter ausbilden, sondern Läufer für die Mittel- und Langstrecke. Deswegen sollen wir größere Strecken anbieten“, erklärt Goeke. Die Konsequenz: Auch der Nachwuchs muss schon über zwei Kilometer antreten, was, laut Organisator, für viele nicht ganz einfach ist: „Das sind teilweise ja noch ganz kleine Knirpse. Für die ist das schon eine Nummer.“ Trotzdem kommen alle glücklich ins Ziel, die meisten haben auch noch Luft für die anschließende Staffel, bei der sich die „Novesia Supergirls“ mit Alexandra Kislich, Lisa Gilges und Pauline Schädlich knapp vor den „Novesia Bad Boys“ mit Darius Merker, Timo und Jan Philipp Czarnietzki durchsetzen. „Wir hatten heute 17 Staffeln, insbesondere bei den Jugendlichen ist das eine sehr ordentliche Zahl“, findet Goeke.

Beim „großen“ Abschlusslauf über ungefähr 7500 Meter – genau und amtlich abgemessen ist beim Holzheimer Spaßlauf schließlich nichts – lagen insbesondere die Athleten der DJK Kleinenbroich ganz vorne. So gewann Marita Bürger bei den Frauen in 33:02 Minuten deutlich vor Tina Püthe (ASC Rosellen, 34:58) und Julia Joost (Holzheimer SG, 35:02). Bei den Männern siegte Matthias Rück von der TG Neuss mit einigem Abstand in 28:06 Minuten vor Christian Plett (29:14) und Tobias Müller (29:28), der ebenfalls für Kleinenbroich startet. Dass Müller „nur“ Dritter wurde, dürfte auch damit zu tun haben, dass er zuvor schon über 3,7 Kilometer als Erster über die Ziellinie kam. In 13:34 Minuten schlug er seinen Vereinskameraden Kai Ballmann (14:13) und U20-Sieger Niklas Köllner (14:18).

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