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Jüchen: Entwicklungskonzept für Hochneukirch

Jüchen : Entwicklungskonzept für Hochneukirch

Zweiter Schritt für das Dorfentwicklungskonzept Hochneukirch: Die Gemeindeverwaltung bereitet den Förderantrag dafür vor. Zurzeit werden Planungsbüros gesucht, die ein Angebot für diesen Auftrag abgeben wollen. Dabei steht eines fest: Vor dem Jahr 2013 wird die Bezirksregierung Düsseldorf für dieses Vorhaben kein Geld zur Verfügung stellen. Planungspolitiker von CDU und SPD unterstützten diese Möglichkeit im Fachausschuss: "Ich habe seit Jahrzehnten dafür gekämpft, dass Hochneukirch einen neuen Rahmenplan erhält", sagte Michael Paschke (CDU). Das jetzt diese große Lösung gefunden sei, sei positiv.

Förderung erst 2013

Hochneukirch, vor der kommunalen Neugliederung selbstständige Gemeinde, liegt unweit des Tagebaus Garzweiler. Aktuell leidet der Ortsteil, der laut Einzelhandelsstandortkonzept ein Siedlungsschwerpunkt ist, unter zahlreichen leerstehenden Ladenlokalen, etwa an der Hochstraße.

Damit Hochneukirch überhaupt ein Dorfentwicklungskonzept – und damit auch Geld aus Fördertöpfen – erhalten kann, mussten zunächst die Kriterien geprüft werden. So musste der Ortsteil als "Ländlicher Raum" anerkannt werden. Nach Abstimmung mit der Bezirksregierung gehören zahlreiche Punkte in dieses Konzept: die Auswirkungen des demografischen Wandels, die Bewertung von Siedlungsstrukturen, die Entwicklung von Einzelhandel, Gewerbe und Tourismus und das Angebot an Verkehrsstruktur. Zudem sollen die vorhandenen sozialen Angebote, etwa für Kinder und Senioren, analysiert werden; auch das Thema Landschaftsgestaltung soll aufgegriffen werden.

Für die SPD zeigte sich Fraktions-Chef Holger Tesmann zufrieden; er sprach Bürgermeister Harald Zillikens und der Verwaltung ein ausdrückliches Lob aus. "Ursprünglich sollte nur der Adenauerplatz in einem Werkstattverfahren überplant werden. Dass es jetzt ein Dorfentwicklungskonzept für Hochneukirch geben wird, ist die eindeutig bessere Lösung." Das Werkstattverfahren für den Adenauerplatz musste die Gemeindeverwaltung immer wieder verschieben, weil ihr das Geld fehlte. Noch im Frühjahr 2012 hatte der Bauamtsleiter Peter Hoffmann den Start für den Herbst angekündigt.

(NGZ)