Lokalsport: Endspurt in der Kreisliga A: Die Ausgangslage im Abstiegskampf

Lokalsport : Endspurt in der Kreisliga A: Die Ausgangslage im Abstiegskampf

Die Sportfreunde Vorst wollen sich in Nievenheim endlich belohnen. Der TSV Norf will einen Showdown möglichst vermeiden.

Während die Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga A seit der vergangenen Woche entschieden ist, bleibt der Abstiegskampf bis zur letzten Sekunde spannend.

Die beste Ausgangsposition im Kampf um den Klassenverbleib hat die SVG Weißenberg inne. Vier Spieltage vor Saisonende liegen die Neusser sieben Punkte vor den Abstiegsrängen. Dank des vorzeitigen Trainerwechsels von Nico Rittmann zu Dirk Pook und den daraus resultierenden zwei Siegen in Folge hat sich Weißenberg weitestgehend aus der Gefahrenzone entfernt. "Solange wir selber die Punkte holen, ist es egal, was die Anderen machen", meint Pook. Am morgigen Sonntag (15 Uhr) empfängt die SVG die DJK Novesia. Unter der Woche war Novesia noch mit 1:0 gegen die Sportfreunde Vorst erfolgreich. Pook: "Wir wollen fefensiv stabil stehen, aber auch vorne bewusst den Erfolg suchen." Zum Vorteil wird es, dass die Konkurrenz noch mehrfach gegeneinander ran muss, findet auch Pook: "Dann nehmen die sich gegenseitig die Punkte weg."

Ein paar Zähler zum Klassenverbleib braucht auch noch der TSV Norf. Mit fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze steht Norf gut da, ist aber noch lange nicht gerettet. Die größte Gefahr birgt für Norf das Restprogramm. An den letzten beiden Spieltagen trifft der TSV auf Delrath und die Sportfreunde Vorst. Deshalb hofft Trainer Fabian Nellen auf eine vorzeitige Entscheidung: "Wir wollen so früh wie möglich alles klar machen. Einen Showdown würden wir überstehen, wollen wir aber vermeiden." Morgen (15 Uhr) gastiert der TuS Hackenbroich in Norf. Die Gäste gaben schon vergangene Woche gegen Glehn (0:1) und Ende März gegen Vorst (0:9) drei Zähler an die Abstiegskandidaten ab. Nellen sagt: "Sie pochen jetzt bestimmt auf Wiedergutmachung. Wir wissen allerdings auch, dass es jetzt auf die Zielgerade zugeht."

Zum direkten Duell kommt es an diesem Spieltag einzig zwischen der Reserve des VdS Nievenheim II und den Sportfreunden Vorst. Sollte Vorst wie am Donnerstag gegen Novesia als Verlierer vom Platz gehen, könnten die Gastgeber vor dem Endspurt noch einmal aufatmen. Doch die Form in Vorst stimmte zuletzt. Gegen Teams aus dem vorderen Drittel stellte die Mannschaft von Trainer Micky Foehde ihre Qualitäten unter Beweis. Gegen Delhoven (3:4) und Novesia (0:1) verlor Vorst nur knapp, gegen die Reserve des SC Kapellen reichte es sogar zu einem Remis (2:2). "Wir belohnen uns einfach nicht", sagt Foehde, der weiter an den Klassenverbleib glaubt. Ein Ass im Ärmel hat Foehde nun auch - Co-Trainer Oliver Cremer ist nun spielberechtigt. Der Oberliga-erfahrene Stürmer soll im Angriff weiterhelfen.

Positive Stimmung und "keine Angst vor dem Klassenerhalt" herrscht beim SSV Delrath. Morgen (15 Uhr) muss der SSV beim 1. FC Grevenbroich-Süd ran. Doch die Kicker von Trainer Kevin Hahn sind in der Rückserie bestens aufgelegt. In der Rückrundentabelle steht Süd sogar auf dem dritten Rang. Deshalb ist der Respekt von Delraths Trainer Frank Korsten groß: "Natürlich würden wir gerne was holen, aber das wird sehr schwierig." Aktuell hat Delrath den Verbleib in der Kreisliga A selber in der Hand. Das könnte sich mit einem Sieg von Vorst im Nachholspiel gegen Wevelinghoven (Dienstag 19.30 Uhr) allerdings noch ändern.

Neue Hoffnung hat der SV Glehn nach dem 1:0 gegen den TuS Hackenbroich geschöpft. Im BV Wevelinghoven wartet aber nun noch einmal ein anderes Kaliber. "Wevelinghoven ist eine Hausnummer, aber wir haben keine große Wahl", so Trainer-Vorsitzender Markus Drillges. Im Hinspiel hielt Glehn immerhin bis kurz vor Abpfiff ein 2:2, verlor dann aber noch. Für das Liga-Schlusslicht SG Kaarst II scheint die Situation fast aussichtslos. Der Niedergang der Mannschaft erreichte mit der Spielabsage gegen Delhoven seinen Tiefpunkt. Einzig Hoffnung macht, dass der Abstand nur zwei Punkte beträgt. Morgen empfängt Kaarst den SVG Grevenbroich.

Fernab vom Abstiegskampf ist Meister Delhoven zu Gast bei der zweiten Mannschaft des SC Kapellen. Zudem empfängt die SG Rommerskirchen/Gilbach den SV Rosellen.

(NGZ)
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