Lokalsport: Endspiel um den Aufstieg für Elephants

Lokalsport: Endspiel um den Aufstieg für Elephants

Basketball Grevenbroich will mit einem Sieg in Iserlohn die Rückkehr in die 2. Bundesliga perfekt machen.

Die Ausgangslage ist klar: Gewinnen die Konstantin Elephants am Samstag Abend (19.30 Uhr) in der Sporthalle am Hemberg beim Tabellensechsten NOMA Iserlohn, kehren die Basketballer aus Grevenbroich nach drei Jahren in die Zweite Bundesliga (Pro B) zurück. Verlieren sie, müssen sie darauf hoffen, dass der SVD Dortmund die eine halbe Stunde später angepfiffene Partie beim punktgleichen Verfolger BSV Wulfen zu seinen Gunsten entscheidet. Im Gegensatz zum vergangenen Samstag, als sie daheim gegen Salzkotten den ersten Matchball fast schon fahrlässig vergaben (96:106), gibt es dieses Mal keine zweite Chance. "Das ist das letzte Spiel, jeder kann alles, was er bereit ist zu geben, da hineinlegen", sagt Elephants-Trainer Heimo Förster.

Brian Graves, Alexander Schreiber und Timo Verwimp (v.l.) spielen mit den Elephants morgen Abend in Iserlohn um den Aufstieg in die 2. Liga.

Die Pleite gegen Salzkotten sieht der ehemalige Bundesliga-Akteur inzwischen verarbeitet: "Die Jungs hatten sich für das Nachspiel schon ihre Gedanken gemacht – das war ihr Fehler. Wenn der Erfolg da ist, kommt alles von ganz allein." Niedergeschlagenheit oder gar Frustration hat er bei seinen Schützlingen indes nicht ausmachen können. "Die Mannschaft hat sich selber in die Kritik genommen – etwa nach dem Motto: Mann, sind wir dumm!" Um den gleichen Fehler nicht zwei Mal zu machen, hat der Coach unter der Woche nichts Außergewöhnliches mit dem Team angestellt: "Klar, das ist ein besonderes Spiel, darauf haben wir die ganze Saison hingearbeitet. Aber gerade dann musst du nicht immer was Besonderes machen. Du musst den gewohnten Rhythmus beibehalten." Das beherzigten zuletzt offensichtlich auch die Iserlohner, die seit sechs Spielen ungeschlagen sind. Nach vielen Irrungen und Wirrungen, den Abgängen der Trainer Ljubisa Anicic und Andreas Klippert sowie dem Rauswurf des Amerikaners Martinis Woody (für ihn kam Jerell Houston) scheinen die als Aufstiegskandidat in die Saison gestarteten Kangaroos wieder zurück in der Erfolgsspur. Die Begeisterung für das Match gegen die Elephants hält sich freilich in Grenzen. "Ich hätte mir zwar lieber einen unaufgeregten Saisonausklang gewünscht, aber wir werden selbstverständlich fair bleiben und alles geben, um auch das letzte Heimspiel zu gewinnen", sagt der als Interimstrainer tätige Teammanager Michael Dahmen nüchtern.

Die Iserlohner, die mit dem US-Profi Frank Benson den Topscorer der Liga beschäftigen (26 Punkte im Schnitt), spielten übrigens schon einmal Schicksal für die Elephants: Im ersten Jahr in der Zweiten Bundesliga bescherte Grevenbroich am letzten Spieltag der Saison 2003/ 2004 ein Heimsieg über die Sauerländer den Klassenerhalt.

(NGZ)