Fußball : Endrunde soll mehr Pepp bekommen

Im Finale der 25. Fußball-Kreishallenmeisterschaft spielen am Sonntag im TSV-Sportcenter acht Klubs um den Titel.

Gut 3000 Zuschauer passen ins TSV-Sportcenter in Dormagen. Der vor zwei Jahren vollzogene Umzug der Endrunde um die Kreishallenmeisterschaft von der kuscheligen, aber herzlich unkomfortablen Halle am Torfstecherweg in Gustorf in die großzügige Heimstätte der TSV-Handballer darf also durchaus als mutig bezeichnet werden. Etabliert hat sich das Turnier der besten acht Hallenmannschaften im Fußballkreis 5 Grevenbroich/Neuss dort noch nicht, aber die Verantwortlichen arbeiten dran.

Für die 25. Auflage hat sich das Organisationsteam um Hermann-Josef Koch, Herbert Schumacher und Dirk Gärtner darum schon seit Oktober mächtig ins Zeug gelegt. "Wir wollen dieser Veranstaltung ein bisschen mehr Eventcharakter verleihen", sagt Gärtner, "sie populärer machen, damit mehr Zuschauer kommen." Kurzum: der unterhaltsame Kick unterm Hallendach soll peppiger werden.

Die Idee, vom Bekanntheitsgrad eines Manni Breuckmann zu profitieren — der längst legendäre Hörfunkmoderator und Sportreporter sollte in der Halle sein neues Buch vorstellen —, erwies sich zwar als zu ambitioniert, "bislang liegt von ihm keine Zusage vor" (Gärtner), doch rund um die Spiele, für die die Fußballer im gesamten Rhein-Kreis mit 150 Plakaten und zahlreichen Flyern geworben haben, gibt es trotzdem Programm satt. Zu Gast im Sportcenter ist am Sonntag das Dormagener Kinderdreigestirn — nicht nur, um für gute Karnevalsstimmung zu sorgen, sondern auch, um den Anstoß für das Einlagespiel zwischen der Dormagener D-Jugend-Stadtauswahl und den Altersgenossen aus Neuss vorzunehmen. Die Patenschaft hat Dormagens stellvertretender Bürgermeister Hans Sturm übernommen. Dazu gibt es Infostände von Unternehmen zur Aus- und Weiterbildung und die Kreis-Schiedsrichter präsentieren ihren sehenswerten Imagefilm.

Klasse findet der Kreisvorstand, dass es ihm gelungen ist, die Kosten für die mit 1500 Euro ins Kontor schlagende Rundumbande komplett durch Sponsoren abzudecken. "Dadurch sind wir in der Lage, die Eintrittsgelder unter den acht teilnehmenden Mannschaften aufzuteilen", sagt Obmann Herbert Schumacher: "Bei 400 bis 500 zahlenden Zuschauern wären das pro Verein rund 150 Euro." Dazu kommt das Preisgeld — für Platz eins gibt es 500, für Rang acht noch 50 Euro.

Eine Kooperation mit den Dormagener Handballern führt dazu, dass Zuschauer, die sich am Samstag (19 Uhr) in der 3. Liga das Heimspiel des TSV Bayer Dormagen gegen den TuS Wermelskirchen anschauen, die Fußball-Endrunde zum halben Preis besuchen können.

Außerdem loten Gärtner und Kollegen aus, wie der Fußballkreis seine Solidarität mit dem FSV Vatan zum Ausdruck bringen könnte. Der B-Ligist hatte die Endrunde nach dem Abbruch des Vorrundenturniers am vergangenen Sonntag in Zons ohne eigenes Verschulden verpasst.

(NGZ/rl)