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Emotionen im Rhein-Kreis Neuss dank Olympiasiegerin Aline Rotter-Focken

Ringen in Tokio : Olympiasiegerin löst im Rhein-Kreis Neuss Emotionen aus

Der überraschende Olympiasieg von Aline Rotter-Focken löste auch hierzulande große Freude aus. Schließlich trainierte die inzwischen 30-Jährige viele Jahre in Dormagen und arbeitete in Neuss.

Als Ringerin Aline Rotter-Focken nach ihrem historischen Olympiasieg in Tokio am Montag ihren Freudentränen freien Lauf ließ, ging es auch im Rhein-Kreis Neuss ziemlich emotional zu. „Das hat mich gepackt. Schließlich kommt es nicht allzu häufig vor, dass man eine Olympiasiegerin mit betreut hat“, sagte Heinz Schmitz, nachdem er kurz zuvor den überraschenden Sieg der Krefelderin gegen die US-Amerikanerin Adeline Gray in der Gewichtsklasse bis 76 Kilogramm im Fernsehen verfolgt hatte.

Schmitz war der Ringerin das erste Mal begegnet, als sie mit zehn Jahren beim AC Ückerath vorbeischaute. Sie blieb zwar immer ihrem Heimatverein KSV Germania Krefeld treu, doch weil in Ückerath das Frauenringen großgeschrieben wird und dort auch der Landes- sowie der Bundesstützpunkt angesiedelt sind, trainierte sie dort mehrmals die Woche. So prägte Heinz Schmitz als Vereins- und Landestrainer die Entwicklung der inzwischen 30-Jährigen bis zu deren 24. Lebensjahr entscheidend mit. „Aline ist eine außergewöhnliche Sportlerin, die auf dem Boden geblieben ist“, sagt Schmitz. Auch wenn sie nach der Hochzeit mit Jan Rotter ihren Lebensmittelpunkt nach Triberg in Baden-Württemberg verlegt hat, ist der Kontakt nie abgerissen.

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Auch bei der Medicoreha in Neuss wurden am Montag kräftig die Daumen gedrückt. Schließlich arbeitete Aline Rotter-Focken dort ím Rahmen des Projekts „Zwillingskarriere“ der Sportstiftung NRW von 2013 bis 2017 neben dem Leistungssport und einem Fernstudium „Gesundheit und Prävention“ als Sportlehrerin. „Wir sind mächtig stolz, dass wir einen kleinen Beitrag leisten konnten“, sagt Dieter Welsink, geschäftsführender Gesellschafter der Medicoreha, „wir unterstützen generell Sportler sehr gerne, weil wir immer viel zurückbekommen.“ Bundestrainer Patrick Loes, der Aline Rotter-Focken in Tokio betreute, ging übrigens einst für den KSK Konkordia Neuss in der Bundesliga auf die Matte. KSK-Ehrenpräsident Hermann J. Kahlenberg hat auch mitgefiebert: „Aline hat es total verdient, sie war immer so fleißig.“