1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

EM in München: Tanja Spill verpasst trotz mutiger Attacke Halbfinale

Leichtathletik-EM : Tanja Spill verpasst trotz mutiger Attacke Halbfinale

Doch die European Championships in München sind nach ganz schwieriger Saison das Highlight für die 800-Meter-Läuferin des TSV Bayer Dormagen.

Für die Dormagenerin Tanja Spill lief die Saison alles andere als rund. Der Start bei den European Championships in München endete zwar schon im Vorlauf, ist für sie aber trotzdem ein versöhnliches Ende. 2:04,60 Minuten, 28 Hundertstel hinter Platz drei. Dieser hätte die Qualifikation fürs Halbfinale bedeutet. So endet der Auftritt von Tanja Spill über 800 Meter bei den Europameisterschaften in München schon nach der Vorrunde. Klingt erstmal nicht so super, aber mit Blick auf ihren schwierigen Saisonverlauf sagt sie: „Damit muss ich zufrieden sein!“

Zufrieden sein müssen klingt auch noch nicht nach wirklich zufrieden sein. Aber auf Nachfrage versichert die Dormagenerin: „Doch, ich bin zufrieden. Spätestens, wenn ich ein paar Stunden Zeit hatte und mit meinem Trainer alles besprochen habe.“ 600 Meter lang behauptete sie Platz zwei hinter der Britin Keely Hodkinson. Dann zog diese das Tempo an. Tanja Spill kämpfte zwar bis zum Ende, musste aber noch drei Läuferinnen passieren lassen. „Klar, ich wäre gerne ins Halbfinale gekommen“, sagte sie. „Aber es war ja von vorneherein klar, dass das schwer wird und super knapp. So war es auch, aber ich hab‘ mich teuer verkauft.“

  • Die Dormagenerin Tanja Spill hat eine
    Leichtahletik-EM : Tanja Spill startet nach schwerer Zeit in München
  • 177 Entscheidungen : Der Medaillenspiegel der European Championships
  • Tischtennis und Beachvolleyball : Diese Highlights finden am Mittwoch bei den European Championships statt

Die Europameisterschaft markiert für die 26-Jährige das Ende der Saison: „Das war schon vorher klar. Ich bin körperlich immer noch nicht wieder komplett fit, deswegen wäre auch ohne die EM schon Saisonende gewesen“, erzählt sie. Und mit der Nominierung hatte sie gar nicht mehr unbedingt gerechnet: „Die ganze Saison war ein Auf und Ab und ich war mir bis zuletzt nicht sicher, ob es reicht. Ich hab dann fast schon aus Spaß in die Liste geguckt und dann war klar, dass ich starten darf.“ Das war dann auch das absolute Highlight der Saison. „Die Stimmung war gigantisch. Schon bei der Aufstellung wurde ich am lautesten bejubelt, obwohl ich ja eindeutig nicht die Favoritin war“, sagte sie strahlend. „Man hatte das komplette Publikum hinter sich, das war der reinste Hexenkessel. Und davon hab ich mich die letzten Meter tragen lassen.“

Ihre Teamkolleginnen schafften den Einzug ins Halbfinale: Christina Hering qualifizierte sich in 2:03,00 Minuten als Dritte direkt,  Majtie Kolberg rutschte über die Zeit (2:02,52) noch als Letzter rein.