Ringer : Neusser holt sich bei U20-EM Bronze

Deni Nakaev vom KSK Konkordia holte sich in Italiens Hauptstadt Rom sein erstes Edelmetall bei kontinentalen Meisterschaften. Es gab aber noch weitere Ergebnisse, die in Neuss für Freude sorgen.

Aus Sicht des KSK Konkordia Neuss sind die U20-Europameisterschaften der Ringer in Rom gut losgegangen. Eigengewächs Deni Nakaev unterstrich seine positive Leistungsentwicklung, indem er sich in der Gewichtsklasse bis 77 Kilogramm im griechisch-römischen Stil Platz drei und damit die Bronzemedaille sicherte. Noch besser lief’s für Arslanbek Salimov (63 kg), der ebenfalls für die Bundesliga-Mannschaft der Neusser im Einsatz ist, aber international für Polen startet. Er holte sich Silber.

Als Deni Nakaev im vergangenen Jahr bei der Junioren-EM in Dortmund auf die Matte gegangen war, hatte er sich noch mit dem fünften Platz zufriedengeben müssen. Dieses Mal erwischte er einen Traumstart, in dem er im Achtelfinale zunächst den Tschechen Michal Zelenka mit 7:0 abfertigte und unter den letzten Acht dem Griechen Andreas Vasilakopoulos mit einem souveränen 8:0-Sieg durch technische Überlegenheit nicht den Hauch einer Chance ließ. Im Anschluss war sogar der Sprung ins Finale drin, doch gegen den Georgier Tornike Mikeladze zog er in der Vorschlussrunde hauchdünn mit 2:3 den Kürzeren. Doch entmutigen ließ sich der Neusser davon keineswegs, im Kampf um Platz drei warf er noch mal alles in die Waagschale. Das bekam der Belgier Ibrahim Tabaev zu spüren, der bei seiner 1:7-Niederlage keine Chance hatte.

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Arslanbek Salimov musste sich in der Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm zunächst durch die Qualifikation kämpfen, ehe er sich im Viertelfinale durch ein 5:1 gegen den Georgier Romeo Beridze und im Halbfinale mit 11:2 gegen den Ukrainer Oleg Khalilov sogar die Chance auf Gold erarbeitete. Doch das Finale gegen den Bulgaren Edmond Armen Nazaryan lief nicht gut, Salimov unterlag mit 2:11.

Ein weiteres Eigengewächs schickten die Neusser in der Gewichtsklasse bis 72 Kilogramm ins Rennen. Für Aaron Bellscheidt ging es in der Qualifikation gegen den Kroaten Ognjen Jacovljevic mit einem 11:1-Sieg und mit einem 11:4 im Achtelfinale gegen den Polen Kevin Metel gut los, doch dann musste er gegen den Türken Omer Dogarm unter den letzten Acht ein 3:6 quittieren. Hätte der Türke sein Halbfinale gewonnen, hätte Bellscheidt noch die Chance bekommen, um Bronze zu kämpfen, doch daraus wurde nichts. „Trotzdem hat auch er eine tolle Leistung gezeigt. Die Konkurrenz bei der EM ist extrem stark“, sagte KSK-Ehrenvorsitzender Hermann J. Kahlenberg.