Säbelfechten EM-Bronze für Dormagenerin Felice Herbon in Neapel

Dormagen · Bei den Kadetten belegt Säbelfechter Leonard Weber aus Dormagen Rang sieben. Damit ist er mit dieser Waffe der beste Deutsche in Italien.

Junioren-EM in Neapel: Felice Herbon vom TSV Bayer Dormagen holt die Bronzemedaille.

Junioren-EM in Neapel: Felice Herbon vom TSV Bayer Dormagen holt die Bronzemedaille.

Foto: TSV

Sie galt im Vorfeld der Europameisterschaften in Neapel als Medaillenkandidatin – und hat geliefert: Felice Herbon, Säbelfechterin des TSV Bayer Dormagen, holte sich Bronze bei den Juniorinnen (U20)

In der Vorrunde noch einmal unterlegen, kämpfte sich die 19-Jährige souverän durch die Direktausscheidung. Siege über Alexandra Papapetropoulou (Griechenland), die wegen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine als neutrale Einzelstarterin unter der französischen Abkürzung AIN geführte Polina Mishakina, Emese Domonkos (Ungarn) und Kalina Atanasovka (Bulgarien) brachten sie ins Halbfinale, in dem sie der Ungarin Anna Spiesz nach 13:12-Führung noch mit 13:15 unterlag. Ihre Vereinskollegin Marisa Kurzawa belegte Rang 44.

Schon durch mit ihren Wettkämpfen ist in Italien die Altersklasse U17. Leonard Weber, der als 15-jähriger auch noch in den kommenden Saison bei den Kadetten an den Start gehen kann, wurde Siebter. Sehr zur Freude von Nachwuchs-Bundestrainer Tom Möller. Sein Schützling musste sich erst im Viertelfinale dem späteren Europameister Leonardo Reale (Italien) mit 7:15 geschlagen geben. Julian Maklakov, der weiterhin für die BTG Bielefeld auf die Planche steigt, aber das Sportinternat Knechtsteden besucht und am Höhenberg trainiert, schaffte es auf den 20. Rang. Mit der Mannschaft kam das Duo an der Seite von Gideon Schumacher (FR Nürnberg) und Karl Dünger (FC Würth Künzelsau) auf Platz acht. Der deutliche 45:21-Erfolg über Tschechen brachte sie in die Runde der besten Acht. Dort erwies sich Ungarn beim 38:45 als zu stark. Auch die anschließenden Platzierungsgefechte gegen Spanien (39:45) und die Ukraine (29:45) gingen verloren.

Bei den Damen lieferte Cisanne Herbon das beste Ergebnis ab. Die Dormagenerin setzte sich im 32er-Tableau mit 15:12 gegen ihre Vereinskameradin Mia Weiland (am Ende 25.) durch. Im Achtelfinale musste sich Herbon der Griechin Anna Kourousi mit 7:15 beugen. Für Polina Kohl war Platz 42 zu notieren.

Im auf Rang elf abgeschlossenen Teamwettbewerb erhielt das TSV-Trio Unterstützung durch Rosalie Kloska (FR Nürnberg). Das Aus kam schon im Achtelfinale gegen starke Französinnen (36:45). In den Platzierungsgefechten gab es eine Niederlage gegen Bulgarien (43:45) und einen Sieg über Griechenland (45:35). Damit gab sich TSV-Fechtkoordinator Olaf Kawald zufrieden: „Unser U17 Nachwuchs hat sich mehr als teuer verkauft. Das europaweite Kräftemessen bei der EM ist immer auch ein guter Gradmesser für die eigene Entwicklung der Sportlerinnen und Sportler."

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