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Korschenbroich: Eltern enttäuscht: Spielplatz fällt weg

Korschenbroich : Eltern enttäuscht: Spielplatz fällt weg

Der Spielplatz am Ulmenweg wird dem geplanten Wohngebiet an der Fichtenstraße weichen. Das bekräftigte der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Denkmalpflege in seiner Sitzung am Donnerstagabend.

Mit dieser Entscheidung dürfte der Elternrat der Kindertagesstätte Auf den Kempen hadern: Er hatte das Amt für Stadtplanung und Bauordnung in einem Schreiben aufgefordert, dass der Spielplatz erhalten bleiben soll. "Wir haben die Stadt Korschenbroich bisher als kinderfreundlich wahrgenommen", heißt es in dem Schreiben. "Leider bewirkt die vorliegende Planung genau das Gegenteil."

Zwischen Fichtenstraße und Ulmenweg sollen auf 2500 Quadratmetern Fläche sieben Einfamilienhäuser entstehen. Bereits im Februar hatte der Ausschuss ein entsprechendes städtebauliches Konzept beschlossen – allerdings mit der Auflage, dass der Spielplatz an der Rhedung deutlich attraktiver gestaltet werden soll. Das bekräftigte Georg Onkelbach, Leiter des Technischen Dezernats im Rathaus.

Zurzeit laufen die Planungen, was sich auf dem Spielplatz ändern muss, um das Angebot zu verbessern. An der Planung sind neben dem Tiefbau- und Planungsamt auch Fachleute vom Kreisjugendamt beteiligt, um pädagogische Konzepte einzubeziehen. Um für mehr Sicherheit auf dem Weg zur Rhedung zu sorgen, soll eine Querungshilfe angelegt werden.

Nach dem öffentlichen Teil der Sitzung des Planungssausschusses sprach Alexandra Jung-Lorenz dennoch Klartext. "Für mich ist es nicht nachvollziehbar, dass der Spielplatz am Ulmenweg aufgegeben werden soll", sagte die Mutter zweier Kindergartenkinder. Der Ausschuss stellte jedoch klar, dass das Wohngebiet wie geplant realisiert werde. "Die Spielplätze Rhedung und Auf den Kempen sind zudem nahe gelegene Alternativen", sagte Onkelbach.

Der Wegfall des Spielplatzes am Ulmwenweg sei daher zugunsten des geplanten Wohngebiets in Kauf zu nehmen. Die Zielsetzung der Stadtentwicklung "Innen- vor Außenentwicklung" hatte dazu geführt, dass innerstädtische Freiflächen auf dem Prüfstand stehen. Beim Areal zwischen Fichtenstraße und Ulmenweg handelt es sich um eine zentral gelegene Baulücke.

(NGZ)