Elephants verlieren Hinspiel im WBV-Pokal mit 67:90 in Dorsten

Basketball : Elephants gehen in Dorsten unter

Im ersten von zwei Finalspielen um den WBV-Pokal verlieren die Basketballer aus Grevenbroich in Dorsten mit 67:90.

Ist der Traum vom vierten Gewinn des WBV-Pokals für die NEW’ Elephants schon geplatzt? Wahrscheinlich! Denn nach der schmerzlich deutlichen 67:90-Niederlage am Freitagabend bei der BG Dorsten müsste jetzt am Sonntag (20 Uhr, Sporthalle am Torfstecherweg in Gustorf) schon ein Basketball-Wunder her.

Allein, noch ganz unter dem Eindruck der deprimierenden Vorstellung seiner nach den vielen Rückschlägen ausgelaugt wirkenden Mannschaft, fehlte selbst Manager und Trainer Hartmut Oehmen der Glaube: „Klar, nix ist unmöglich. Aber ich wäre schon froh, wenn wir am Sonntag überhaupt gewinnen – im Moment weiß ich nur nicht wie ...“

Wahrend sich die Hausherren die Seele aus dem Leib spielten, „Dorsten war so heiß, wie ich selten eine Mannschaft gesehen habe“ (Oehmen), wirkten die Elephants seltsam teilnahmslos. „Mit einer Zweier-Quote von 25 Prozent kannst du kein Spiel gewinnen“, stellte der Coach sichtlich enttäuscht fest. Angeführt von Liga-Topscorer Mike Nwabuzor (23 Punkte) und Center Willi Köhler (18), den die Schlossstädter eigentlich diesmal aus dem Spiel hatten nehmen wollen, dominierte Dorsten das Duell fast nach Belieben, gewann schon die ersten zehn Minuten mit 24:14. Im dritten Viertel keimte bei der Gästen nach zwei Dreiern von Simon Bennett zum 45:57 mal kurzzeitig Hoffnung auf Besserung auf, doch ein mehr als überflüssiges unsportliches Foul von Basti Becker beendete den kurzen Höhenflug jäh.

Und damit kam Oehmen zur Einzelkritik: Bester Mann sei trotz Bänderdehnung im Sprunggelenk Marko Boksic gewesen, gefolgt von Simon Bennett. Und danach wurde es immer düsterer: „Gideon Schwich war immerhin noch bemüht, die Leistung von Nino Janoschek okay und Lennard Jördell wenigstens in der Offensive ordentlich. Aber Farid Sadek wirkte völlig desinteressiert, Basti Becker hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt und der Auftritt von Jonathan Parker war eine einzige Katastrophe.“

Entschuldigend führte er ins Feld, dass „die Jungs wirklich auf der letzten Rille laufen. Da geht gar nichts mehr, zumal gegen eine hochemotional auftretende Dorstener Mannschaft in proppenvoller Halle.“ Und damit verabschiedete sich Oehmen ziemlich desillusioniert in die Nacht. „Jetzt bin ich echt mal gespannt, wie viele Zuschauer am Sonntag überhaupt noch kommen.“

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