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Basketball: Elephants trennen sich von Profi

Basketball : Elephants trennen sich von Profi

Ohne Thomas Ble gehen die Basketballer der NEW Energie Elephants in die Rückrunde der Regionalliga-Saison. Der Verein gab finanzielle Gründe für die Trennung an. Ein Wiedersehen mit dem Norweger gibt's schon morgen, wenn er mit seinem neuen Klub SV Haspe 70 zu Gast in Grevenbroich ist.

Das Thema Aufstieg ist für die Regionalliga-Basketballer der NEW Energie Elephants durch – zumindest für diese Saison. Dabei stören Trainer Heimo Förster noch nicht mal so sehr die sechs Punkte Rückstand auf Tabellenrang zwei. "Uns fehlt es einfach an Qualität im gesamten Kader", stellt er fest.

Dass sich der Verein deshalb vor Beginn der Rückrunde von Profi Thomas Ble getrennt hat, hat der Coach als betriebswirtschaftliche Maßnahme akzeptiert, für sportlich gerechtfertigt hält er sie nicht. "Ich habe ihn verpflichtet, und zwar für die ganze Saison. Und ich fand seine Leistung in Ordnung. Aber der Vorstand hat so entschieden, diesen Entschluss habe ich als Trainer mitzutragen." Einen Vertrag bis zum 31. März hat dagegen Antonio Houston unterschrieben. Der Amerikaner, erst unmittelbar vor dem ersten Spiel bis Weihnachten verpflichtet worden, um durch Verletzungen entstandene Löcher zu stopfen, hatte in der Hinserie im Schnitt 22,2 Punkte aufgelegt.

Rückkehr nach Grevenbroich

Ble, für den pro Partie ordentliche 13,1 Punkte und 4,7 Assists zu Buche standen, dem jedoch fast jegliche Führungsqualität abging, kehrt bereits morgen nach Grevenbroich zurück. Der in personelle Not geratene Aufsteiger SV Hagen-Haspe, ab 19 Uhr zu Gast am Torfstecherweg in Gustorf, sicherte sich die Dienste des 22 Jahre alten Norwegers. Dass er von den Elephants schon für dieses Duell die Freigabe erhalten hatte, wollte Förster öffentlich nicht kommentieren.

Mag der Trainer den Aufstieg in die 2. Liga auch abgehakt haben, sein Kampfgeist ist ungebrochen. Ohne Ble ist der junge Steffen Haufs nun erste Wahl im Spielaufbau. Den 16-Jährigen hatte ebenso wie Lennart Steffen die von Förster und Stephan Baeck (1993 Europameister) getragene und nicht offizielle Kooperation mit den Köln 99ers in die Schlossstadt gespült. "Ein Glücksfall für Grevenbroich", findet Förster, der nicht ausschließen mag, dass schon bald weitere Talente aus der Domstadt den Weg an die Erft finden. Im Viertelfinale des WBV-Pokals am Mittwoch in Iserlohn (89:95) hatte Förster den Ernstfall schon mal geprobt. Er vertraut seinem vor allem von Bastian Becker und Houston unterstützten Regisseur. "Er hat sich großartig entwickelt. Das macht richtig Spaß."

Die Pokal-Partie beim Ligarivalen zeigte allerdings auch auf, wo es bei den Elephants hakt. "Uns fehlt es einfach an Länge", klagt der Trainer und verweist auf 18 Iserlohner Offensivrebounds. Besserung ist nicht in Sicht, denn in Marvin Kruchen und Patrick Schiele fallen die mit Abstand besten Arbeiter am Brett weiterhin verletzt aus.

(NGZ)