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Elephants reicht beim Sieg gegen Hagen-Haspe Dienst nach Vorschrift

Basketball : Den Elephants reicht Dienst nach Vorschrift

Mit einem ungefährdeten, aber wenig mitreißenden 86:76-Heimsieg über Hagen-Haspe festigt der Basketball-Regionalligist Rang zwei.

Wie war das gleich noch mit dem Pferd, das nicht höher springt ..? Geschenkt. Doch der Spruch gilt ganz offensichtlich auch für die Elephants, denn was der Basketball-Regionalligist aus Grevenbroich den knapp 400 Zuschauern beim eher faden 86:76-Heimsieg (Halbzeit 46:41) über den SV Hagen-Haspe anbot, riss niemanden von den Sitzen. „Da fehlte mit die Leidenschaft“, stellte Manager Hartmut Oehmen missmutig fest., weiß er doch: „Heutzutage reicht es nicht mehr, einfach nur zu gewinnen. Die Leute wollen unterhalten werden.“

Ja sicher, im Duell mit dem Tabellenachten tat der erste Verfolger von Spitzenreiter ART Giants Düsseldorf genug, um sich nicht wie bei der 89:103-Pleite im Hinspiel noch mal böse überraschen zu lassen, aber auch Coach Simon Bennett hätte sich nach den müden Vorstellungen zum Jahresauftakt gegen die Kellerkinder TV Salzkotten und BG Kamp-Lintfort unbedingt einen deutlicheren Sieg gewünscht. „Und der war allemal möglich. Aber wir konnten uns nie wirklich absetzen.“ Dazu stockte die weitere Integration von Jonathan Parker. Im Heimdebüt kam der US-Amerikaner erst zu Beginn des zweiten Viertels. Sein Arbeitsnachweis in nicht mal zwei Minuten bis zur Halbzeitpause: Ein unsportliches Foul nach Ballverlust, ein verwandelter Freiwurf und zwei Fouls. Das ließ sich am Samstag locker verkraften, weil Max Bold auf seiner Position deutlich mehr Wirkung erzielte. Der 27-Jährige, der weiter an seiner mit Abstand besten Saison im Grevenbroicher Trikot arbeitet, legte in 25:40 Minuten auf dem Parkett satte 20 Punkte auf und setzte dabei von jenseits der Drei-Punkte-Linie vier von fünf Würfen in den Korb. Übertroffen wurde er nur von Marko Boksic, der mit 25 Punkten (davon 19 in Hälfte eins) noch mal unterstrich, dass er in dieser Spielzeit der wertvollste Akteur der Elephants ist.

Die eifrigen, aber unter den Körben ziemlich unterlegenen Gäste, die im verletzten Hamdi Karoui auch noch auf einen ihren besten Spieler verzichten mussten, hielten vor allem mit Luca Bambullis (19 Punkte, 2/3 Dreier) und ihrem neuen US-Profi Daniel McGee (19, 3/5) ordentlich dagegen, ernsthaft in Gefahr zu bringen vermochten sie die routinierten Gastgeber indes nicht. „Ich hatte nie das Gefühl, dass wir dieses Spiel verlieren könnten“, sagte Oehmen entspannt. Zwar kam Haspe aus der Ferndistanz auf eine gute Quote von 44,4 Prozent (8/18 Würfe), doch die Hauptwaffe blieb stumpf, weil die Elephants auch ohne Lennard Jördell (krank) mit Marko Boksic (elf Rebounds) und Nino Janoschek (10) die Bretter kontrollierten (40:26-Rebounds).

Immer dann, wenn die Hagener, die während der 40 Minuten insgesamt nur 48 Sekunden vorne lagen, zart an der Wende schnupperten (47:50/23., ), legten die Elephants einfach ein Schüppchen drauf. Entscheidend 42 Sekunden vor Schluss, als Max Boldt per Dreier auf 82:73 erhöhte. „Eigentlich die falsche Entscheidung“, sagte Bennett grinsend, „aber er hat ja getroffen. Das zeigt, wie Breit seine Brust mittlerweile geworden ist.“ Nach dem Seitenwechsel hatte auch Parker noch seine Szenen, die Hoffnung auf überzeugendere Auftritte in der näheren Zukunft machen: Sein geschmeidiger Zug zum Korb macht Spaß und in der Verteidigung kann er mit flinken Händen jeden Gegner in Schwierigkeiten bringen. „Ihm fehlt noch die Bindung ans Team“, sagt Bennett jedoch.

Was der 28-Jährige tatsächlich drauf hat, sollte er im nächsten Match zeigen. Denn am Samstag geht es für die Elephants zum bislang ungeschlagenen Tabellenführer und jetzt schon sicheren Aufsteiger ART Giants Düsseldorf. Da müsse eine deutliche Steigerung der gesamten Mannschaft her, fordert Oehmen, „denn sonst liegen wir da schon zur Halbzeit mit 25 Punkten hinten.“