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Basketball: Elephants: Lästige Pflichtaufgabe in Iserlohn

Basketball : Elephants: Lästige Pflichtaufgabe in Iserlohn

Für gewöhnlich ist das nächste Spiel nicht nur das schwerste, sondern auch das wichtigste.

Doch wer vor der heutigen (19.30 Uhr/Halle Hemberg) Partie der Regionalliga-Basketballer der Elephants Grevenbroich beim Tabellenzweiten Noma Iserlohn mit Trainer Hartmut Oehmen spricht, der merkt schnell, dass der Basketballlehrer mit den Gedanken eigentlich schon bei den darauf folgenden Aufgaben ist.

"Wir legen den Fokus eher auf die beiden Heimspiele danach", sagt Oehmen. Am Mittwoch steht das Viertelfinale im WBV-Pokal daheim gegen Sechtem an, am kommenden Samstag geht es in der Liga ebenfalls am Torstecherweg in Gustorf gegen den FC Schalke. "In diesen Spielen geht es um die erstrebenswerten Ziele", sagt Oehmen, der heute zwar mit der "stärksten Mannschaft, die wir haben" nach Iserlohn fährt, allerdings nichts riskieren will: "Sobald ein Spieler Probleme hat, werden wir ihn schonen", sagt der Trainer mit Blick auf Dimitar Roshmanov und Tim Pierce, die nicht zu hundert Prozent fit sind.

Trotzdem ist Oehmen keiner, der sich nachsagen lassen will, das Spiel in Iserlohn schon im Vorfeld abzuschenken: "Wir fahren nicht dahin, um abgeschlachtet zu werden. Wir werden alles geben und uns bestmöglich verkaufen."

Das wird gegen den Ligazweiten aus dem Sauerland auch nötig sein. Immerhin galten die Iserlohner vor der Saison als Aufstiegskandidat Nummer eins und haben in Gregory Alvin Baker den teuersten Amerikaner der Liga im Kader. Trotzdem läuft für das "extrem talentierte und junge Team" (Oehmen) nicht alles rund. Nach der Niederlage im Spitzenspiel in Bochum haben die Iserlohner nun bereits sechs Zähler Rückstand auf die Spitze. "Wenn man die eigenen Ansprüche als Maßstab nimmt, ist Iserlohn der große Verlierer der Saison. Wer vollmundig ankündigt aufzusteigen, sollte kurz nach dem Start der Rückrunde noch größere Chancen auf den Aufstieg haben", sagt Ohmen.

Der Elephants-Trainer geht aber trotzdem davon aus, dass Iserlohner sich heute nicht aus Frustration über den bisherigen Saisonverlauf zurückhalten. "Die haben nach dem Bochumspiel direkt Salzkotten geschlagen. Das zeigt: Sie haben sich noch nicht aufgegeben", glaubt Oehmen, der das Spiel wohl nicht selbst erleben wird. Seit einer Woche liegt der Trainer krank im Bett. Er wird es verkraften können. Die wirklich wichtigen Spiele stehen ohnehin erst ab Mittwoch an.

(bes)