Basketball: Elephants haben Platz zwei noch im Visier

Basketball: Elephants haben Platz zwei noch im Visier

Vor dem Rückrundenauftakt gegen die Giants war der Unfall von Farid Sadek Thema in Grevenbroich.

Selbst im so basketballverrückten Grevenbroich rückt der Korb mitunter ins zweite Glied. Das große Thema in der Schlossstadt war vor dem Heimspiel heute Abend (19\.30 Uhr, Sporthalle in Gustorf) gegen die Giants Düsseldorf, mit dem die NEW' Energie Elephants in die Rückrunde der Regionalliga West starten, der schwere Autounfall von Aufbauspieler Farid Sadek.

Der 30-Jährige war auf der Heimfahrt vom letzten Match vor Weihnachten gegen Iserlohn in Wuppertal beim Linksabbiegen von einem ihn auf der Gegenspur überholenden Mercedes mit Tempo 85 gerammt worden. "Danach musste er aus dem Wagen herausgeschnitten werden", erzählt sein Trainer Hartmut Oehmen immer noch fassungslos: "Im Krankenhaus wurden dann ein pflaumengroßes Blutgerinnsel im Schädel, eine Gehirnerschütterung und Rippenprellungen diagnostiziert. Er kann wirklich glücklich sein, dass er noch lebt." Inzwischen hat Sadek, den in der Hinrunde auch ein gebrochener Finger nicht am Spielen gehindert hatte, das Krankenhaus allerdings verlassen.

Am Donnerstag tauchte er sogar beim Training auf. Oehmen: "Er fühlt sich gut, will unbedingt spielen." Ob er tatsächlich auflaufen wird, ist freilich fraglich. "Die Tendenz geht aus Vernunftsgründen mehr zu nein", sagt der Coach. Die Dienste des uneigennützigen Spielmachers könnten die Elephants gut gebrauchen, denn die Giants dürften sich heute um einiges stärker präsentieren als bei der am Ende noch deutlichen 58:83-Niederlage im Hinspiel.

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Zuletzt gelangen den Schützlingen von Ex-Nationalspieler Gerrit Terdenge gegen Herford (74:66), Barmen (82:69) und Sechtem (67:50) drei Siege in Serie. Das hat natürlich viel mit den personellen Veränderungen zu tun: So ist nicht nur der in Düsseldorf wohnende Dorstener Benjamin Luzolo nach Oberkassel gewechselt, sondern auch der aus Barbados stammende und mit einem englischen Pass ausgestattete André Lockhart. Die Saison hatte der Guard bei der BG Biggesee in der 2\. Regionalliga begonnen, davor war er zwei Jahre für die Newcastle Eagles in der ersten britischen Liga aufgelaufen. Sieben Partien absolvierte er bislang für die Giants und markierte dabei elf Punkte im Schnitt. Topscorer der Gäste ist allerdings der Amerikaner Dijon Smith mit 18,4 Zählern.

Oehmen weiß, dass die Truppe um den in der Schlossstadt aufgewachsenen Simon Bayer heiß auf die Elephants ist: "Zum einen haben die Giants dreimal in Folge gegen uns verloren. Zum anderen ist es das Duell zwischen dem großen Düsseldorf und dem kleinen Grevenbroich." Oehmen setzt trotzdem voll auf Sieg, "denn in der Rückrunde kann noch viel passieren. Zweiter können wir noch werden."

(NGZ)
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