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Elephants Grevenbroich gehen auch in Recklinghausen leer aus

Basketball : Elephants gehen auch in Recklinghausen leer aus

Gegen Myers und Adriaans ist kein Kraut gewachsen.

Es ist noch gar nicht so lange her, da galt Citybasket Recklinghausen für die NEW’ Elephants in der Basketball-Regionalliga als einer der Hauptkonkurrenten um einen Platz in den Play-offs. Doch nach sieben Grevenbroicher Niederlage in Folge trennen die Teams in der Tabelle mittlerweile satte zehn Punkte. Im Gegensatz zur höchst ärgerlichen 80:88-Schlappe im Hinspiel ging Trainer Jason Price darum nach dem 74:91 (Halbzeit 36:41) am Samstag recht schnell zur Tagesordnung über.

Seine Hauptkritikpunkte: „zu viele Ballverluste, zu viele schlechte Entscheidungen.“ Dabei waren die Gäste lange im Spiel. Aus den Händen glitt ihnen das Match erst im dritten Viertel, aus dem sie mit einem deutlichen 56:69-Rückstand herauskamen. Und das ließ sich auch an Personen festmachen: Antoinie Myers legte für Recklinghausen mit herausragender Quote von 80 Prozent (12/15 Würfe) 26 Punkte auf. Obwohl im Wechsel von Max Boldt und David Markert eng verteidigt, war der schnelle US-Profi einfach nicht zu stoppen. „Er traf selbst mit einer Hand in seinem Gesicht“, stellte Price anerkennend fest und schloss: „Der Kerl ist gut in dem, was er tut.“ Nicht in den Griff bekamen die Elephants auch den zwei Meter großen Niederländer Frederik Adriaans: Der „fliegende Holländer“ erzielte nicht nur 21 Punkte (2/2 Dreier), sondern holte dazu auch noch zwölf Rebounds. „Da fehlte uns ein Ring-Protector“, sagte Price. Also ein Spieler, der die vom Ring ins Feld zurückspringenden Bälle einzusammeln weiß. Nino Janoschek (14 Punkte/7 Rebounds) und Gideon Schwich (12/10) machten ihre Sache zwar gut, sind aber keine Center. Price: „Gekillt haben uns letztlich deren Dreier – nicht viele, aber immer genau im richtigen Moment.“ Und weil von dem unberechenbaren Troy Harper (12 Punkte, 1/6 Dreier) diesmal zu wenig Unterstützung kam, fehlte den Elephants der letzte Punch, um die Überraschung zu schaffen.

Der Coach gibt indes nicht auf. „Wir werden die Karnevalspause nutzen, um, hoffentlich mal wieder mit zehn Leuten, hart zu trainieren. Vielleicht können wir unseren Fans ja gegen Hagen einen Sieg schenken.“ 

Recklinghausen: Myers (26), Bruns (3), Adriaans (21), Letailleur (15), Spettmann (4), Meesmann (14), Volk (6), Kaprolat (2)
Grevenbroich: Harper (12), Ebiballari (3), Boldt (11), Janoschek (14), Königs (7), Schwich (12), Becker (3), Markert (12), Weiser, Montag
Viertel: 19:15, 22:21, 28:20, 22:18