Basketball: Elephants gewinnen auch im Schongang

Basketball : Elephants gewinnen auch im Schongang

Die Regionalliga-Basketballer aus Grevenbroich setzen sich gegen die Telekom Baskets Bonn II locker mit 83:66 durch

Nach dem erfreulich ungefährdeten 83:66-Sieg (Halbzeit 40:32) der NEW Energie Elephants in der Basketball-Regionalliga über den Neuling Telekom Baskets Bonn II griff Trainer Hartmut Oehmen zu einer sattsam bekannten, nichtsdestotrotz aber zutreffenden Redewendung: "Ein gutes Pferd springt halt nur so hoch, wie es muss."

Im Gefühl der eigenen Überlegenheit ließen es die Gastgeber zunächst ruhig angehen. Prompt gewannen die erwartungsgemäß einsatzfreudigen und bissigen Bonner Bubis das erste Viertel mit 19:16. Trotzdem hatte der erst am Morgen vor dem Spiel aus den USA zurückgekehrte Oehmen "nie das Gefühl, dass das schiefgehen könnte". Als seine Mannen im zweiten Abschnitt (24:13) "einen halben Gang höher schalteten", begannen sich die Kräfteverhältnisse auch auf der Anzeigetafel niederzuschlagen.

Es ehrt die jungen Gäste, dass sie sich selbst nach einem 14:3-Lauf der Elephants zwischen der 21. und 24. Minute von 40:32 auf 54:35 nicht geschlagen gaben. Dass seine Jungs den dritten Sieg in Folge letztlich ins Ziel verwalteten — Bonn kam sogar noch mal auf 59:66 (36.) heran —, war dem Coach zwar zuwider, "aber das passiert halt". Für ihn stand fest: "Hätten wir uns mehr konzentriert, hätten es heute ohne Frage auch 30 Punkte Differenz sein können."

Entspannt blieben die Hausherren vor allem deshalb, weil sie die ihnen gestellten Aufgaben nahezu perfekt lösten. So hielt Simon Bennett den Bonner Topscorer Josh Mueller bei für ihn mäßigen 15 Punkten (4/13 Würfe aus dem Feld) und markierte selber zehn Zähler. Oehmen: "Er hat einen genialen Job gemacht." Auch das zweite Ass der Gäste stach nicht. Max Dohmen (13 Punkte) war bei Raed Mostafa (12) zumeist in bester Obhut. "Und danach kommt bei Bonn eben nicht mehr viel", hatte Oehmen schon vor dem Match herausgearbeitet.

Die zusätzlichen 14 Punkte von Timo Thülig reichten dem Aufsteiger nicht, dazu hatten die Elephants zu viele Waffen: Im ersten Einsatz nach seinem Nasenbeinbruch erzielte der mit Gesichtsmaske ausgestattete Bastian Becker in nur 18:46 Minuten auf dem Parkett satte zwölf Punkte — und das mit einer geradezu traumhaften Wurfquote von 75 Prozent (6/8). Tim Pierce, mit 25 Punkten im Schnitt bester Schütze der Liga, legte in 27:20 Minuten mit für einen Shooter überaus ordentlicher Quote (47,4 %) 23 Zähler auf und holte darüber hinaus noch beachtliche elf Rebounds. In zweistellige Punkteregionen stieß auch Center Marvin Kruchen (12) vor.

Nach einem von Verletzungen (Mostafa, Schiele, Becker) und Problemen im Spielaufbau (Trennung von Sasa Vural) geprägten Start läuft es jetzt bei den Elephants.

(NGZ/rl)
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