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Basketball: Elephants empfangen Schlusslicht Essen

Basketball : Elephants empfangen Schlusslicht Essen

Wie schnell sich die Vorzeichen doch ändern können: Noch vor Wochenfrist sah es düster aus um die Regionalliga-Basketballer der Elephants Grevenbroich. Gleich vier Spieler aus der Starting-Five drohten auszufallen, dazu stand mit dem Spiel beim bis dato ungeschlagenen Tabellenführer Schalke 04 die schwerste aller denkbaren Aufgaben an.

Nun sieht das alles anders aus. Nach dem überraschenden 83:73-Sieg in Gelsenkirchen, der Verpflichtung von Aufbauspieler Dimitar Roshmanov und der schnellen Genesung von Raed Mostafa (21 Punkte gegen Schalke) sind die Grevenbroicher auf einmal wieder oben auf. Und wo es vor ein paar Tagen noch darum ging, sich beim Spitzenreiter irgendwie achtbar zu schlagen, muss Trainer Hartmut Oehmen vor der morgigen Partie (19.30 Uhr/Torfstecher Weg) gegen den sieglosen Tabellenletzten ETB Schwarz-Weiß Essen nun eine ganz andere Platte auflegen. Grundtenor: Bloß nicht unterschätzen, bloß nicht zu früh zaubern.

"Ich habe den Jungs gesagt, dass das kein Selbstläufer wird, jede Serie reißt einmal. Sie sollen sich nur an Schalke erinnern", sagt Oehmen, der nicht davon ausgeht, "dass die Essener in der gesamten Saison ohne Sieg bleiben".

Damit die Elephants nicht die ersten sind, die gegen Essen verlieren, müsste das Team gegen den Letzten genauso konzentriert zu Werke gehen wie vor Wochenfrist gegen den Ersten. Etwas anderes sei auch gar nicht möglich. Ein Blick auf die bisherigen Ergebnisse zeigt nämlich, dass das Team aus dem Ruhrgebiet keinesfalls wie ein Tabellenletzter verteidigt. 86,4 Punkte kassieren die Schwarz-Weißen im Schnitt. Die Elephants stehen mit 84 Zählern pro Spiel nicht viel besser da.

Ligauntauglich ist bislang allerdings die Essener Offensive. Nur durchschnittlich 60,6 Punkte erzielt diese, was den Grevenbroichern sehr entgegenkommt, "weil wir in der Abwehr nicht unbedingt die größten Künstler sind", sagt Oehmen, der weiterhin auf Bastian Becker (gebrochene Nase) und Patrick Schiele (Schulterprobleme) verzichten muss. Ginge es um alles, könnten beiden wohl unter größten Schmerzen spielen. "Da haben wir Glück, dass es gegen Essen geht und wir Rücksicht auf die Gesundheit der Spieler nehmen können."

Sicher dabei sind hingegen Schalke-Matchwinner Raed Mostafa und Zugang Dimitar Roshmanov. Nach nur einer Trainingseinheit führte der Bulgare auf Schalke gleich Regie, erzielte 19 Punkte und gab fünf Assists. Bis Ende der Saison wird der 26-Jährige, der gerade sein Studium abgeschlossen hat, bleiben. Was danach ist, steht noch in den Sternen. Oehmen: "So weit voraus denkt im Basketball niemand."

(NGZ)